DD148047A5 - Verfahren zur herstellung substituierter 4,5,6,7-tetrahydro-1 h(oder 2h)-indazole - Google Patents

Verfahren zur herstellung substituierter 4,5,6,7-tetrahydro-1 h(oder 2h)-indazole Download PDF

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DD148047A5
DD148047A5 DD79217947A DD21794779A DD148047A5 DD 148047 A5 DD148047 A5 DD 148047A5 DD 79217947 A DD79217947 A DD 79217947A DD 21794779 A DD21794779 A DD 21794779A DD 148047 A5 DD148047 A5 DD 148047A5
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Nicholas J Bach
Edmund C Kornfeld
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Lilly Co Eli
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    • C07D231/00—Heterocyclic compounds containing 1,2-diazole or hydrogenated 1,2-diazole rings
    • C07D231/54—Heterocyclic compounds containing 1,2-diazole or hydrogenated 1,2-diazole rings condensed with carbocyclic rings or ring systems
    • C07D231/56—Benzopyrazoles; Hydrogenated benzopyrazoles

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Abstract

Diese Verbindungen stellen wertvolle Zwischenprodukte dar, aus denen sich pharmazeutisch wirksame Verbindungen, naemlich Dopaminagonisten und Prolaktinhemmer, herstellen lassen. Als Beispiel fuer derartige Verbindungen, deren Herstellung in der prioritaetsgleichen Patentanmeldung APC07D/213990 beschrieben ist, sei d1-5-Dimethylamino-4,5,6,7-tetrahydro-1H-indazol-methansulfonat genannt. Zur Herstellung zweier der eingangs genannten Zwischenprodukte, beispielsweise von d1-5-Acetamido-4,5,6,7-tetrahydro-1H-indazol und d1-5-Acetamido-4,5,6,7-tetrahydro-2H-indazol wird eine Loesung von 4-Acetamido-2-dimethylaminomethylen-cyclohexanon in Methanol mit Hydrazinhydrat umgesetzt.

Description

217
Titel der Erfindung:
Verfahren zur Herstellung substituierter 4,5,6,7-Tetrahydro-iH (oder 2H)-indazole
Anwendungsgebiet der Erfindung:
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung· substituierter 4,5,6,7-Tetrahydro-1H (oder 2H)-indazole der Formeln
IA IIA
worin einer der Substituenten R oder R für H und der
andere für N(R2) oder NH-CO-R3 steht, wobei R2 für H
und R für Methyl, Ethyl oder n-Propyl steht.
Die obigen Verbindungen stellen wertvolle neue Zwischenprodukte dar, aus denen sich pharmazeutisch wirksame Verbindungen (Dopaminagonisten und Prolaktinhemmer) herstellen lassen, wie sie aus DD-PS (Patentanmeldung
AP C 07 D/213 990) hervorgehen.
Charakteristik der bekannten Lösungen:
Aus US-PS 3 520 901 sind bereits 3-Aminotetrahydroindazole bekannt, die jedoch über keine dopaminagonistische oder prolaktinhemmende Wirkung verfügen, sondern entzündungshemmend wirksam sind.
Weiter gibt es auch schon Verbindungen, die Dopaminagonisten zur Behandlung von Parkinson-Krankheit und Prolaktinhemmer sind, hinsichtlich ihrer diesbezüglichen Wirksamkeit in mancher Hinsicht jedoch noch zu wünschen übrig lassen.
Ziel der Erfindung:
Infolge der nicht völlig befriedigenden Wirksamkeit der bekannten Verbindungen auf dem oben genannten Anwendungs-. gebiet hat sich die Erfindung die Aufgabe gestellt, ein Verfahren zur Herstellung neuer Zwischenprodukte der eingangs genannten Art zu schaffen, aus denen sich in besonders vorteilhafter Weise neue hochwirksame dopaminagonistische und prolaktinhemmende Verbindungen herstellen lassen.
Darlegung des Wesens der Erfindung:
Die oben angesprochene Aufgabe wird beim Verfahren der erwähnten Art erfindungsgemäß nun dadurch gelöst, daß man
entweder Verbindungen der allgemeinen Formel III
Il
(A)
y T=CH-N(CH3)2
I Γ
NH-CO-R
3 .
worin R obige Bedeutung hat, mit Hydrazinhydrat in einem inerten gegenseitigen Lösungsmittel zu Verbindungen der allgemeinen Formeln IA und HA, worin R
für H und R für NH-CO-R steht, umsetzt und diese Verbindungen gegebenenfalls durch nachfolgende Hydrolyse in Verbindungen der allgemeinen Formeln IA und HA, worin R für H und : H steht, überführt,
1 2 2
worin R für H und R für N(R ) steht, wobei R für
oder Verbindungen der allgemeinen Formeln IX oder IXa H
\./V λ \— \A /
IX IXa
-A-
7'947
mit einem reduktiven Aminierungsmittel in einem gegenseitigen inerten Lösungsmittel zu Verbindungen der all-
1 gemeinen Formeln IA und HA, worm R für H und R für
N(R2)2 steht, wobei R2 für H steht, überführt.
Die Verbindungen der Formeln IA und HA sind zueinander tautomer. Dies bedeutet, daß sie in Lösung in einem dynamischen Gleichgewicht vorliegen, wobei der prozentuale Anteil eines bestimmten Tautomers im Gemisch sowohl von der Umgebung als auch von elektronischen Kräften abhängt. Die obige Formel IA steht für ein 1H-Indazol und Formel HA für ein 2H-Indazol. Viele der zur Herstellung der Verbindungen der Formeln IA und HA verwendeten Zwischenprodukte sind ebenfalls Tautomere.
Zu pharmazeutisch unbedenklichen Säureadditionssalzen der Verbindungen der allgemeinen Formeln IA und HA gehören u.a. Salze nichttoxischer anorganischer Säuren, wie Chlorwasserstoffsäure, Salpetersäure, Phosphorsäure, Schwefelsäure, Bromwasserstoffsäure, Iodwasserstoffsäure, salpetriger Säure oder phosphoriger Säure, sowie Salze nichttoxischer organischer Säuren, wie aliphatischer Mono- oder Dicarbonsäuren, phenylsubstituierter Alkancarbonsäuren, Hydroxyalkancarbonsäuren, Hydroxyalkandicarbonsäuren, aromatischer Säuren, aliphatischer Sulfonsäuren oder aromatischer Sulfonsäuren. Beispiele für derartige pharmazeutisch unbedenkliche Salze sind daher die entsprechenden Sulfate, Pyrosulfate, Bisulfate, Sulfite, Bisulfite, Nitrate, Phosphate, Monohydrogenphosphate, Dihydrogenphosphate, Metaphosphate, Pyrophosphate, Chloride, Bromide, Iodide, Fluoride, Acetate, Propionate, Decanoate, Caprylate, Acrylate, Formiate, Isobutyrate, Caprate, Heptanoate, Propio-
t 7 947
late, Oxalate, Malonate, Succinate, Suberate, Sebacate, Fumarate, Maleate, Mandelate, Butin-1,4-dioate, Hexine-1,6-dioate, Benzoate, Chlorbenzoate, Methylbenzoate, Dinitrobenzoate, Hydroxybenzoate, Methoxybenzoate, Phthalate, Terephthalate, Benzolsulfonate, Toluolsulfonate, Chlorbenzolsulfonate, Xylolsulfonate, Phenylacetate, Phenylpropionate, Phenylbutyrate, Citrate, Lactate, ß-Hydroxybutyrate, Glykolate, Malate, Tartrate, Methansulfonate, Propansulfonate, Naphthalin-1-sulfonate oder Naphthalin-2-sulfonate. .
Beispiele für pharmakologisch wirksame Verbindungen, die sich aus den vorliegenden Zwischenprodukten herstellen lassen, sind folgende:
dl-5-Dimethylamino-4,5,6,7-tetrahydro-1H-indazol-methan-. sulfonat,
dl-5-Diethylamino-4,5,6,7-tetrahydro-1H-indazol-maleat, dl-6-Diallylamino-4,5,6,7-tetrahydro-iH-indazol-sulfat,
dl-5-Di(n-propyl)amino-4,5,6,7-tetrahydro-1H-indazolhydrochlorid,
N-Methyl-N-allyl-dl-5-amino-4,5,6,7-tetrahydro-2H-indazolmethansulfonat,
dl-6-Dimethylamino-4,5,6,7-tetrahydro-2H-indazol-maleat,
N-Mq thyl-N-ethyl-dl-amino-4,5,6,7-tetrahydro-2H-indazolhydrochlorid,
N-Methyl-N-n-propyl-dl-5-amIno-4,5,6,7-tetrahydro-2H-indazol-sulfat,
N-Allyl-N-n-propyl-dl-5-amino-4,5,6,7-tetrahydro-2H-indazol-tartrat.
Durch die Gegenwart eines Substituenten am C-5 oder am C-6 im Indazolring wird in diese Moleküle ein Asymmetriezentrum eingeführt. Die Verbindungen der allgemeinen Formeln IA und HA kommen daher in Form zweier optischer Isomerer vor, die als dl-Paar oder Racemat auftreten. Ein erfindungsgemäßes dl-Paar läßt sich in bekannter Weise in seine optischen Antipoden auftrennen.
Diejenigen Verbindungen der Formeln IA und IIA, bei de-
1 2
neh R für H und R für N (R )_ steht, können nach folgendem Reaktionsschema I hergestellt werden.
t 7
Reaktionsschema T
f > (CHaO)8CH-N(CHa)8N \
NH-CO-CH3
Ν/η
•bHCI (1A) N
/ HCI N HeO
-NH2
Va
NaOAC >ν R3CHO MeOH X^aBH3CN
(HA)
H /\
\/ III
NH-CO-CH3
NzH4 ·Ή 2Ο MeOH
<hf!
\y
NH-CO-CH3
IV /
(IA)
ην
N=
IVa
(Ha)
CU-
VI *
I /IN
N(CH2R4)a '2HCI
NHN
•=
Via
H7 CH3,
'-N(CH2R4) 2
2HCL CH2.
217 947
Gemäß dem obigen Reaktionsschema I wird 4-Acetamidocyclohexanon mit Dimethylformamiddimethylacetal umgesetzt. Durch anschließende Umsetzung des hierbei erhaltenen Produkts, nämlich 4-Acetamido-2-dimethylaminomethylencyclohexanon (III), mit Hydrazinhydrat in einem geeigneten inerten gegenseitigen Lösungsmittel, wie Methanol, erhält man direkt dl-5-Acetamido-4,5,6,7-tetrahydro-1H-indazol (IV) und sein 2H-Tautomer (IVa), welches gewöhnlich in Form eines Säureadditionssalzes, wie in Form von Methansulfonat oder Hydrochlorid, isoliert wird, da die freie Base nicht kristallisiert. Durch anschließende Hydrolyse der Verbindungen (IV) und (IVa) mit beispielsweise wäßriger Chlorwasserstoffsäure erhält man direkt dl-5-Amino-4,5,6,7-tetrahydro-IH-indazol und sein 2H-Tautomer in Form der Dihydrochloride (V und Va), nämlich Verbin-
1 düngen der Formeln IA und HA, bei denen R für NH„ und R für H steht.
Die Verbindungen der Formeln IA und HA, bei denen R für
N(R ) ~ und R für H steht, werden nach dem aus dem folgenden Reaktionsschema II hervorgehenden Verfahren hergestellt.
In diesem Reaktionsschema II hat R die oben angegebene Bedeutung, während R für (C.-C3)Alkyl oder Benzyl steht. Unter (C..-C3)Alkyl wird hierbei Methyl, Ethyl, n-Propyl oder Isopropyl verstanden.
117 94?
Reaktionsschema II
HOHC=?
NH4Ac
MeOH
NaBHaCN
Villa H *
!I I
-NHa
IXa
(IA)
j |-n(CH2R4) 2^
NaBH CN
NaOAc MeOH Xa
(ΙΙΑ)
!=f Vn(CH2R4)
XIa
Im einzelnen zeigt das Reaktionsschema II die Umsetzung eines S-Enolether-S-hydroxymethylen^-cyclohexenons, wie 3-Ethoxy-6-hydroxymethylen-2-cyclohexenon, hergestellt gemäß J. Org. Chem. 27, 2278 (1962), mit Hydrazinhydrat in einem gegenseitigen inerten Lösungsmittel, wie Ethanol, unter Bildung von dl-6-Ethoxy-4,5-dihydro-1H-indazol (VIII) und seinem 2H-Tautomer (Villa). Die hierbei als Zwischenprodukte erhaltenen Verbindungen der Formeln (VIII) und (Villa) sind ebenfalls neu. Durch Hydrolyse dieser Verbindungen mit Säure, vorzugswiese einer starken hochionisierten Säure, wie p-Toluolsulfonsäure, Trifluoressigsäure oder Chlorwasserstoffsäure, gelangt man zu dl-6-Oxo-4,5,6,7-tetrahydro-IH-indazol (IX) und seinem 2H-Tautomer (IXa). Die Zwischenprodukte der Formeln (IX) und (IXa) sind ebenfalls neu. Durch reduktive Aminierung dieser Oxoverbindungen mit Ammoniumacetat und Natriumcyanoborhydrid oder einem sonstigen geeigneten Metallhydrid als Reduktionsmittel mit ausreichender Reduktionskraft in Gegenwart eines gegenseitigen inerten Lösungsmittels erhält man das entsprechende dl-6-Amino-4,5,6,7-tetrahydro-iH-indazol (X) und dl-6-Amino-4,5,6,7-tetrahydro-2H-indazol, nämlich Verbindungen der Formeln IA und HA, worin R für H und R1 für NH steht.
Zur Herstellung pharmazeutisch wirksamer Verbindungen aus den vorliegenden Zwischenprodukten unterzieht man die 6-Aminoverbindungen der Formeln (X) und (Xa) einer reduktiven Alkylierung mit einem Aldehyd in Gegenwart eines Metallhydrids als Reduktionsmittel, wie Natriumcyanoborhydrid, nach dem zusammen mit dem Reaktionsschema I beschriebenen Verfahren, wodurch man zu dl-6-Dialkyl(oder Diallyl)-amino-4,5,6,7-tetrahydro-1H-indazol (XI) und dem entsprechenden 2H-Tautomer (XIa) gelangt. Verbindungen, bei denen
217 9
die 6-Aminogruppe unsymmetrisch substituiert ist, lassen sich herstellen, indem man das primäre Amin (X) und (Xa) mit einem Mol eines Säurechlorids oder Säureanhydrids zum entsprechenden 6-Acylaminoderivat umsetzt, indem man die Acylgruppe in eine Alkylgruppe (beispielsweise Acetyl in Ethyl) überführt, indem man die entsprechende Verbindung mit einem Metallhydrid, wie LiAlH4, behandelt und das hierdurch erhaltene sekundäre Amin am C-6 dann mit einem Alkylierungsmittel, das eine andere Alkylgruppe enthält (wie Methyl oder n-Propyl beim obigen Beispiel) alkyliert.
Die neuen Zwischenprodukte der Formeln (VIII) und (Villa) sowie (IX) und (IXa) im Reaktionsschema II können hergestellt werden, indem man einen Enolether von Cycloh.exan-1, 3-dion der allgemeinen Formel
• 0 · '
worin R für (C1-C-)Alkyl oder Benzyl steht, am C-6 nach dem in J. Org. Chem. 27, 2278 (1962) beschriebenen Verfahren formyliert, wodurch man zu einer Verbindung der Formel (VII) gelangt. Durch Umsetzung einer Verbindung der Formel (VII) mit Hydrazinhydrat erhält man die entsprechenden Tautomeren (VIII) und (Villa), deren Deenolisierung mit einer Säure dann zu den Ketoverbindungen (IX) und (IXa) führt.
Die Verbindungen der Formeln IA und HA sind alle als dl-5(oder 6)-Substituierte^,5,6,7-tetrahydro-1H-indazole und dl-5(oder 6)-Substituierte-4,5,6,7-tetrahydro-2H-indazole bezeichnet worden. Die Gegenwart der substituierten Aminogruppe am C-5 oder C-6 des Indazolrings bildet ein Asymmetriezentrum, so daß die Verbindungen der Formeln IA und HA bei ihrer Herstellung in Form eines Racemats oder eines dl-Gemisches anfallen. Diese Racemate lassen sich in üblicher Weise in ihre jeweiligen d- und 1-Isomeren auftrennen.
Die Erfindung wird anhand der folgenden Beispiele weiter erläutert.
Beispiel 1
dl-5-Acetamido-4,5,6,7-tetrahydro-1H-indazol und dl-5-Acetamido-4,5,6,7-tetrahydro-2H-indazol
a.) 4-Acetamido-2-dimethylaminomethylencyclohexanon
Man stellt ein Reaktionsgemisch her aus 15,5 g 4-Acetamidocyclohexanon /hergestellt gemäß Con. J. Chem. 48, 2065 (1970J_/, 80 g Dimethylacetal von Dimethylformamid, 1,5 ml Triethylamin und 500 ml Benzol, über eine Zeitdauer von 1,5 Stunden destilliert man vom erhaltenen Gemisch dann solange Benzol ab, bis sich das Volumen auf etwa die Hälfte des ursprünglichen Volumens erniedrigt hat. Sodann werden weitere 250 ml Benzol zugesetzt.
-ι,- 217
Das Reaktionsgemisch wird dann etwa 2 Stunden gerade auf unter den Siedepunkt des Benzols erhitzt, worauf man es erneut destilliert, bis sein Volumen etwa die Hälfte des ursprünglichen Volumens (250 ml) beträgt. Im Anschluß daran wiederholt man das obige Verfahren noch einmal, wobei man das Volumen abweichend davon jedoch auf ein Drittel des ursprünglichen Volumens (167 ml) erniedrigt. Sodann wird das Reaktionsgemisch abgekühlt und filtriert. Der erhaltene Filterkuchen besteht aus dem bei der obigen Reaktion entstandenen ^Acetamido-^-dimethylaminomethylencyclohexanon und wiegt 4,45 g. Durch Verdampfen des angefallenen Filtrats zur Trockne gelangt man zu einem Rückstand, durch dessen chromatographische Reinigung in Form einer Chloroformlösung über 200 g Magnesiumsilicatgel (Florisil) unter Verwendung von Chloroform als EIuiermittel, welches zunehmend mehr Methanol (0 bis 5 %) enthält, man reines 4-Acetamido-2-dimethylaminomethylencyclohexanon enthält, welches nach Umkristallisieren aus Benzol bei 132 bis 133 0C schmilzt. Die Ausbeute beträgt 5,55 g, so daß sich eine Gesamtausbeute von 12g ergibt.
Analyse:
berechnet: C 62,83; H 8,63; N 13,32; gefunden: C 63,07; H 8,38; N 13,12.
b.) dl-5-Acetamido-4,5,6,7-tetrahydro-1H-indazol und dl-5-Acetamido-4,5,6,7-tetrahydro-2H-indazol
Zur Herstellung eines Reaktionsgemisches löst man 1,4 6 g 4-Acetamido-2-dimethylaminomethylencyclohexanon in 25 ml Methanol. Die erhaltene Lösung wird mit 0,35 ml Hydrazinhydrat versetzt, worauf man das Reaktionsgemisch etwa 16 Stunden bei Raumtemperatur rührt. Das Reaktionsgemisch
-14 - 217 947
wird durch Verdampfen unter Vakuum konzentriert, und der dabei erhaltene Rückstand wird in Form einer Chloroformlösung über 30 g Magnesiumsilicatgel (Florisil) unter Verwendung von Chloroform als Eluiermittel chromatographiert, welches zunehmend mehr Methanol (2 bis 5 %) enthält. Diejenigen Fraktionen, die aufgrund einer dünnschichtchromatographischen Analyse in überwiegender Menge eine Komponente enthalten, die vom Ausgangsmate-*- rial verschieden ist, werden vereinigt und zur Entfernung des Lösungsmittels dann unter Vakuum eingedampft. Auf diese Weise gelangt man zu 1,5 g dl-5-Acetamido-4,5,6,7-tetrahydro-iH-indazol und seines 2H-Tautomers. Das erhaltene Material wird, in wasserfreiem Ethanol gelöst, welchem man 0,5 ml Methansulfonsäure zugesetzt hat. Das hierdurch anfallende dl-5-Acetamido-4,5,6,7-tetrahydro-1H-indazol-methar.sulfonat und dl~5-Acetamido-4 ,5 , 6,7-tetrahydro-2H-indazol-methansulfonat schmilzt bei etwa 190 bis 192 0C, wobei die Ausbeute 1,61 g beträgt.
Analyse: ·
berechnet: C 43,62; H 6,22; N 15,26; S 11,65; gefunden: C 43,83; H 6,37; N 15,15; S 11,39.,
Beispiel 2
dl-5-Amino-4,5,6,7-tetrahydro-1H-indazol und dl-5-Amino-4,5,6,7-tetrahydro-2H-indazol
Eine Lösung von 950 mg eines Gemisches aus dl-5-Acetamido-4,5,6,7-tetrahydro-1H-indazol-methansulfonat und seinem 2H-Tautomer-methansulfonat in 50 ml 6-normaler wäßriger Chlorwasserstoffsäure wird unter Stickstoffatmosphäre 60 Minuten auf Rückflußtemperatur erhitzt. Das Reaktionsgemisch wird abgekühlt, und die flüchtigen
21 .7 947
Bestandteile werden durch Verdampfen unter Vakuum entfernt. Der erhaltene Rückstand wird in Ethanol gelöst, worauf man die Ethanollösung einengt und abkühlt. Das bei obiger Reaktion entstandene dl-5-Amino-4/5,6,7-tetrahydro-iH-indazol-dihydrochlorid und dl-5-Amino-4,5,6,7-tetrahydro-2H-indazol-dihydrochlorid kristallisiert und wird durch Filtrieren abgetrennt. Es schmilzt bei 260 bis 270 0C, wobei die Ausbeute 380 mg beträgt.
Analyse:
berechnet: C 40,02; H 6,24; N 20,00; Cl 33,75; gefunden: C 40,29; H 5,99; N 20,12; Cl 33,63.
Beispiel
dl-6-Amino-4,5,6,7-tetrahydro-1H-indazol und dl-6-Amino-4,5,6,7-tetrahydro-2H-indazol
Man löst 8 g dl-6-Oxo-4,5,6,7-tetrahydro-1H-indazolhydrochlorid und ein Hydrochlorid des 2H-Tautomers (erhalten durch Metathese des obigen Methansulfonats von Beispiel E) und 30 g Ammoniumacetat in 400 ml Methanol, welchem man 2,9 g Natriumcyanoborhydrid zugesetzt hat. Das Reaktionsgemisch wird unter Stickstoffatmosphäre etwa 1 Tag bei Raumtemperatur gerührt, worauf man es in überschüssige 1-normale wäßrige Chlorwasserstoffsäure gibt. Die wäßrige Schicht wird mit Ether extrahiert und der Etherextrakt verworfen. Sodann stellt man
die wäßrige Schicht mittels verdünntem wäßrigem Natriumhydroxid basisch und extrahiert die basische Schicht mehrmals mit einem Lösungsmittelgemisch aus Chloroform und Isopropanol. Die organischen Extrakte werden vereinigt, worauf man die vereinigten Extrakte mit gesättigtem wäßrigem Natriumchlorid wäscht und dann trocknet. Durch Verdampfen des Lösungsmittels gelangt man zu einem Rückstand aus dl-6-Amino-4,5,6,7-tetrahydro-1H-indazol und dl-6-Amino-4,5,6,7-tetrahydro-2H-indazol. Der Rückstand wird in 200 ml Ethanol gelöst und die ethanolische Lösung tropfenweise unter Rühren zu 7,7 ml 12-normaler wäßriger Chlorwasserstoffsäure gegeben. Das erhaltene Gemisch wird unter Vakuum konzentriert, wodurch man zu einem Gleichgewichtsgemisch aus dl-6-Amino-4,5 , 6,7-tetrahydro-1H-indazol-dihydrochlorid und dl-6-Amino-4,5,6,7-tetrahydro-2H-indazol-dihydrochlorid gelangt, das nach Umkristallisation aus Ethanol bei 275 bis 280 0C unter Zersetzung schmilzt. Die Ausbeute beträgt 4,20 g.
Analyse:
berechnet: C 40,02; H 6,24; N 20,00; gefunden: C 39,74; H 6,04; N 19,80.

Claims (2)

  1. 21 7947
    "....: Erfindungsansprüche
    1· Verfahren zur Herstellung substituierter 4,5,6,7-Tetrahydro-1H (oder 2H)-indazole der allgemeinen Formeln IA und HA
    _R / / Hf
    CH' aa\s/ X " a£\<
    IA ' HA y
    worin einer der Substituenten R oder R für H und der andere für N(R2)_ oder NH-CO-R3 steht, wobei R2 für H und R3 für Methyl, Ethyl oder n-Propyl steht,
    dadurch gekennzeichnet, daß man
    entweder Verbindungen der allgemeinen Formel III
    Il ·
    /\
    I r
    ι ;
    NH-CO-R3
    worin R obige Bedeutung hat, mit Hydrazinhydrat in einem inerten gegenseitigen Lösungsmittel zu Verbindungen der allgemeinen Formeln IA und HA, worin R für H und R für
    NH-CO-R steht, umsetzt und diese Verbindungen gegebenenfalls durch nachfolgende Hydrolyse in Verbindungen der allgemeinen Formeln IA und HA, worin R für H und R für
    2 2
    N(R )2 steht, wobei R für H steht, überführt,
    oder Verbindungen der allgemeinen Formeln IX oder IXa
    H ··
    Il I / / h\ I
    IX IXa
    mit einem reduktiven Aminierungsmittel in einem gegenseitigen inerten Lösungsmittel zu Verbindungen der allgemeinen Formeln IA und HA, worin R für H und R für N(R2J2 steht, wobei R2 für H steht, überführt.
  2. 2. Verfahren nach Punkt 1 zur Herstellung von dl-5~Ämino-4,5,6,7-tetrahydro-1H-indazol und dl-5-Amino-4, 5,6,7-tetrahydro-2H-indazol, dadurch gekennzeichnet, · daß man 4-Acetamido-2-dimethylaminomethylencyclohexanon mit Hydrazinhydrat umsetzt und das Ganze dann mit Chlorwasserstoffsäure zur Reaktion bringt.
    3k' Verfahren nach Punkt 1 zur Herstellung von dl-6-Amino-4,5,6,7-tetrahydro-iH-indazol und dl-6-Amino-4,5,6,7-tetrahydro~2H-indazol, dadurch gekennzeichnet , daß man dl-6-Oxo-4,5,6,7-tetrahydro-1H-indazol und dl-6-Oxo-4,5,6,7-tetrahydro-2H-indazol mit Ammoniumacetat, Methanol und Natriumcyanoborhydrid umsetzt.
DD79217947A 1979-01-22 1979-06-29 Verfahren zur herstellung substituierter 4,5,6,7-tetrahydro-1 h(oder 2h)-indazole DD148047A5 (de)

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