CH207671A - Verfahren zur Darstellung eines Oxyketons der Androstenreihe. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung eines Oxyketons der Androstenreihe.

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    • C07J1/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen, not substituted in position 17 beta by a carbon atom, e.g. estrane, androstane
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J75/00Processes for the preparation of steroids in general

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Description


  Verfahren zur Darstellung eines     Oxykotons    der     Androstenreihe.       Es wurde gefunden,     dass    man zu einem       Oxyketon    der     Androstenreihe    gelangen kann,  wenn man die Doppelbindung eines in     17-          Stellung    veresterten     A5,6-Androsten-17-eis-          diols-(3,14)    der Formel  
EMI0001.0010     
    vor der     folgengen    Einwirkung des Oxydations  mittels schützt, auf das so erhaltene Zwi  schenprodukt ein Oxydationsmittel einwirken       lässt,

      hierauf die     Kohlenstoff-Doppelbindung     unter Verschiebung in     4,5-Stellung    regeneriert  und die so erhaltene Verbindung verseift.  



  Das so gewonnene     dI,1-Androsten-3-on-          17-eis-ol    der Formel  
EMI0001.0017     
    bildet farblose Kristalle vom F.     200-2210.     Wie Versuche ergaben, gelingt es leicht  das     Oxyketon    entweder durch direkte Kri  stallisation oder durch Bereitung schwer  löslicher Derivate in reiner Form abzuschei  den.

   Solche schwer lösliche Derivate erhält  man zum Beispiel durch Umsetzung des     Oxy-          ketons    mit den üblichen     Ketonreagenzien    -wie       Semicarbazid,        Thiosemicarbazid,        Hydroxyl-          amin,        Aminoguanidin,        Phenylhydrazinen,    neu  tralen oder basischen     Acylhydraziden.    Zur  Reinigung und<B>-</B> Trennung erwies sich auch  die     Acylierung    mit     Acylierungsmittein    wie       Acetanhydrid,        Benzoylchlorid,

          Dinitrobenzoyi-          chlorid    als vorteilhaft. Durch Einwirkung      hydrolytisch wirkender Mittel werden die  zwecks Reinigung des     Oxyketons    hergestell  ten Verbindungen wieder in ihre Komponen  ten gespalten.  



  Geeignete Oxydationsmittel sind zum  Beispiel 6wertige Chromverbindungen, wie  Chromsäure in Eisessig, ferner Kupferoxyd,       Permanganat    und dergleichen. Der Schutz  der     Kohlenstoffdoppelbindung        ei-folgt    zum  Beispiel durch Anlagerung von Halogen     bezw.     Halogenwasserstoff an den Ausgangsstoff.

    Nach erfolgter Oxydation wird die     Kohlen-          stoffdoppelbindung    unter Verschiebung in       4,5-Stellung        regenerlert.    Die Entfernung des  Halogens kann in bekannter Weise zum  Beispiel durch Zinkstaub und     Essigsätire    oder  Benzol, durch katalytisch angeregten Wasser  stoff oder durch Behandeln mit     Alkalijodiden,     und die des Halogenwasserstoffes zum Beispiel  durch tertiäre Basen wie     Pyridin    oder     Di-          methylanilin    oder durch Umsetzen mit Salzen  von     Carbonsäuren,

      wie zum Beispiel     Alkali-          acetaten,    erfolgen.  



  Die erhaltene Verbindung soll therapeuti  sche Verwendung finden.  



  <I>Beispiel<B>1:</B></I>  <B>1,5 g</B>     17-Monoacetat    des     J5,6-3-traris-17-          eis-Androsteridiols    werden in<B>30</B> cm' Eisessig  gelöst und mit der berechneten Menge<B>(1</B>     Mol)     Brom in Eisessig versetzt. Das Brom wird  sofort entfärbt. Man fügt eine Lösung von  <B>1</B>     Mol        Chromsäure        in        90        %iger        Essigsäure     hinzu und     lässt    über Nacht bei Zimmertem  peratur stehen.

   Das Reaktionsprodukt wird  dann mit Wasser ausgefällt und     abfiltriert.     Es wird durch 48stündiges Schütteln mit  Zinkstaub in alkoholischer Lösung     entbronit     und schliesslich durch     Umkristallisieren    aus       Ilexan    gereinigt. Aus dem erhaltenen Acetat  des     dI,5-Andf-osteri-eis-ol-(17)-ori-(3)    vom  F.<B>1150</B> gewinnt man durch Verseifen mit       21/oio,er        methylalkoliolischer    Kalilauge das       23     <I>A4,</I>     5-Androsten-eis-ol-(17)-on-(3)    vom F. 220  bis 221<B>0.</B>  



  An Stelle des Acetats können auch andere  Ester, wie zum Beispiel das     Propionat,    ein       Butyrat,    ein     Valerianat,    das     Berizoat    oder    auch Ester anorganischer Säuren wie der     Ila-          logenwasserstoffsäuren,    Verwendung finden.  



  Statt durch Brom     lässt    sich die Doppel  bindung zum Beispiel auch durch Chlor  schützen.  



  <I>Beispiel 2:</I>  2,1<B>g</B>     A3#l;-Androsten-S-ti-aiis-17-eis-diol-17-          benzoat    vom F.<B>150-1510</B> nimmt man in  <B>50</B>     ein3    Eisessig auf und gibt unter Kühlung  tropfenweise die berechnete Menge einer       Bromeisessiglösung    zu. Schliesslich wird<B>0,5 g</B>       Chromtrioxyd,        gelöst        in        15        em3        90        %iger     Essigsäure, in der Kälte zugefügt und das  Ganze über Nacht bei Zimmertemperatur  stehen gelassen, wobei das     Oxlvdationsprodukt     teilweise auskristallisiert.

   Dann giesst man  in Wasser, saugt das ausgefallene Produkt  ab und wäscht mit viel Wasser nach. Das  so erhaltene     bromierte        Keton    behandelt man       zur        Entbromung    in Eisessig mit Zinkstaub  unter intensivem Schütteln auf dem siedenden  Wasserbade. Dann wird abgesaugt, nachge  waschen und die Lösung mit Wasser gefällt.  Man zieht mit Äther aus, schüttelt die Äther  lösung mit verdünnter     Sodalösung    und Wasser  und dampft sie ein.

   Die     Entbromung    kann  aber auch     zum    Beispiel durch Erhitzen einer  trockenen     benzolischen    Lösung des     gebromten          Ketons    mit einer alkoholischen Lösung von       Natriumjodid    durchgeführt werden. In diesem  Falle wird die Lösung nachher mit     wässei-i-          ger        Natriumsulfitlösung    und Wasser ge  waschen und eingedampft.  



  Aus dem nach einer dieser Methoden  gewonnenen Rohprodukt     lässt    sich zum Bei  spiel durch Umkristallisation aus     Hexan          und/oder        Hochvakuumsublimation    oder auch  über das schwer lösliche     Seinicarbbazon    das       JI,71-Aiidi-osteii-3-on-17-eis-ol-benzoat    vom  F.     135-136"    erhalten. Durch     Verseifung     zum Beispiel mit alkoholischer Lauge wird  es ins freie     Oxyketon,        dasi        dI,#l-Andi,osten-3-          on-17-eis-ol    vom F.     '2220-2211    übergeführt.

    



  Zur Oxydation kann man an Stelle von  Chromsäure zum Beispiel auch Kupferoxyd  verwenden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCII: Verfahren zur Darstellung eines neuen Oxyketons der Androstenreihe, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Doppelbindung eines in 17-Stellung veresterten di,6-Andro- sten-17-eis-diols-(3,17) der Formel EMI0003.0008 vor der folgenden Einwirkung des Oxyda tionsmittels schützt, auf das so erhaltene Zwischenprodukt ein Oxydationsmittel ein wirken lässt, hierauf die Kohlenstoff-Doppel- bindung unter Verschiebung in 4,
    6-Stellung regeneriert und die so erhaltene Verbindung verseift. Das so gewonnene d4,5-Androsten-3-on- 17-eis-ol der Formel EMI0003.0015 bildet farblose Kristalle vom F. 220-2210. Die erhaltene Verbindung soll therapeu tische Verwendung finden. UNTERANSPRüCHE: <B>1.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Ausgangs stoff A5,1-3-trans-17-eis-Androstendiol-17- acetat verwendet. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Ausgangs- Stoff J5,6-3-trans-17-eis-Androstendiol-17- benzoat verwendet. 3.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Oxydations mittel Chromsäure verwendet. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Oxydations mittel ein Permanganat verwendet. <B>5.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Oxydations mittel Kupferoxyd verwendet.
    <B>6.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Kohlenstoff- doppelbindung des Ausgangsstoffes durch Anlagerung von Halogen der Oxydations wirkung entzieht und nach erfolgter Oxy dation mit halogenabspaltenden Mitteln behandelt. <B>7.</B> Verfahren nach Patentanspruch und dem Unteranspruch<B>6,</B> dadurch gekennzeichnet, dass man als halogenabspaltendes Mittel Zinkstaub und Essigsäure verwendet. <B>8.</B> Verfahren nach Patentanspruch und dem Unteranspruch<B>6,</B> dadurch gekennzeichnet, dass man als halogenabspaltendes Mittel ein Alkalijodid verwendet.
    <B>9.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Kohlenstoff- doppelbindung des Ausgangsstoffes durch Anlagerung von Halogenwasserstoff der Oxydationswirkung entzieht und nach er folgter Oxydation mit halogenwasserstoff- abspaltenden M, itteln behandelt. <B>10.</B> Verfahren nach Patentanspruch und dem Unteranspruch<B>9,</B> dadurch gekennzeichnet, dass man als halogenwasserstoffabspalten- des Mittel tertiäre Basen verwendet.
    <B>11.</B> Verfahren nach Patentanspruch und dem Unteranspruch<B>9,</B> dadurch gekennzeichnet, dass man als halogenwasserstoffabspalten- des Mittel Alkaliacetate verwendet. 12. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man den Endstoff durch direkte Kristallisations reinigt. <B>13.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man den Endstoff durch Umsetzung mit Ketonreag*enzien und anschliessende hydrolytische Spal tung des Reaktionsproduktes reinigt. 14.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man den Endstoff durch Umsetzung mit Acylierungsmitteln und anschliessende hydrolytische Spaltung des Reaktionsproduktes reinigt.
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