CH210757A - Verfahren zur Darstellung eines Oxyketons der Androstenreihe. - Google Patents
Verfahren zur Darstellung eines Oxyketons der Androstenreihe.Info
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Description
Verfahren zur Darstellung eines Ogyketons der Androstenreihe. Es wurde gefunden, dass man zu einem Oxyketon der Androstenreihe gelangen kann, wenn man die Doppelbindung des 45,6-17- Methyl-androsten-diols-(3,17) der Formel
EMI0001.0007
vor der folgenden Einwirkung des Oxydations mittels schützt, auf das so erhaltene Zwischen produkt ein Oxydationsmittel einwirken lässt und hierauf die Kohlenstoff-Doppelbindung unter Verschiebung in 4,5-Stellung regeneriert.
Das so gewonnene 4I,5-17-1VIethyl-andro- stenol-(17)-on-(3) der Formel
EMI0001.0012
bildet farblose Kristalle vom F. 161-1620. Wie Versuche ergaben, gelingt es leicht, das Oxyketon entweder durch direkte Kristalli sation oder durch Bereitung schwer löslicher Derivate in reiner Form .abzuscheiden.
Solche schwer lösliche Derivate erhält man zum Bei spiel durch Umsetzung des Oxyketons mit den üblichen Betonreagenzien, wie Semi- carbazid, Thiosemicarbazid, Hydroxylamin, Aminoguanidin, Phenylhydrazinen, neutralen oder basischen Acylhydraziden. Zur Reinigung und Trennung erwies sich auch die Acylie- rung mit Acylierungsmitteln, wie Acetanhy- drid, Benzoylchlorid,
Dinitrobenzoylchlorid als vorteilhaft. Durch Einwirkung hydrolytisch wirkender Mittel werden die zwecks Reini gung des Oxyketons hergestellten Verbin dungen wieder in ihre Komponenten gespalten.
Geeignete Oxydationsmittel sind z. B.- 6- wertige Chromverbindungen, wie Chromsäure in Eisessig, ferner Kupferoxyd, Permanganat und dergleichen. Der Schutz der Kohlenstoff Doppelbindung erfolgt zum Beispiel durch Analgerung von Halogen bezw. Halogen wasserstoff an den Ausgangsstoff. Nach er folgter Oxydation wird die Kohlenstoff-Doppel- bindung unter Verschiebung in 4,5-Stellung regeneriert.
Die Entfernung des Halogens kann in bekannter Weise, zum Beispiel durch Zink staub und Essigsäure oder Benzol, durch katalytisch angeregten Wasserstoff, oder durch Behandeln mit Alkalijodiden und die des Halogenwasserstoffes, zum Beispiel durch tertiäre Basen, wie Pyridin oder Dimethylani- lin, oder durch Umsetzen mit Salzen von Carbon- säuren, wie z. B. Alkaliacetaten, erfolgen.
Die erhaltene Verbindung zeichnet sich durch hohe Wirksamkeit am Kapaunenkamm und an der Samenblase aus. Sie soll thera peutische Verwendung finden.
<I>Beispiel:</I> 3,04 g d',l-17-Methyl-androsterrdiol-(3,17) vom F. 202-2040 werden in 50 cm' Eis essig gelöst und mit einer Lösung von 1,6 g Brom in 10 cm' Eisessig vermischt. Hierauf lässt man eine Lösung von 0,8 g Chrom- trioxyd in 50 cm3 Eisessig hinzutropfen. Nach mehrstündigem Stehen bei Zimmertemperatur wird in Wasser gegossen, das ausgefallene Dibromid abgesaugt, gewaschen und in Eis essiglösung mit 3 g Zinkstaub umgesetzt.
Die filtrierte Lösung wird in Wasser gegossen und das ausfallende 44,5-17-DZethyl-aridro- sterrol-(17)-on-(3) in Äther aufgenommen. Die gewaschene und getrocknete Ätherlösung wird eingedampft und der Rückstand aus verdünn tem Alkohol bis zum konstanten Sehmelz- punkt von<B>161-1620</B> umkristallisiert.
An Stelle von Eisessig kann bei der Erit- bromung zum Beispiel auch Benzol als Lö sungsmittel verwendet werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung eines neuen Oxyketons der Androstenreihe, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Doppelbindung des d',"-17-Methyl-androsterrdiols-(3,17) der Formel EMI0002.0032 vor der folgenden Einwirkung des Oxydations mittels schützt, auf das so erhaltene Zwischen produkt ein Oxydationsmittel einwirken lässt und hierauf die Kohlenstoff-Doppelbindung unter Verschiebung in 4,5-Stellung regeneriert. Das so gewonnene d4,5-17-Methyl-arrdro- ster)ol-(17)-on-(3)der Formel EMI0002.0038 bildet farblose Kristalle vom F. 161-1620. Die erhaltene Verbindung zeichnet sich durch hohe Wirksamkeit am Kapaunenkamm und an der Samenblase aus. Sie soll thera peutische Verwendung finden. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Oxydations mittel Chromsäure verwendet. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Oxydations mittel ein Permanganat verwendet. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Oxydations mittel Kupferoxyd verwendet. 4.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Kohlenstoff- Doppelbindung des Ausgangsstoffes durch Anlagerung von Halogen der Oxydations wirkung entzieht und nach erfolgter Oxy dation mit halogenabspaltenden Mitteln behandelt. 5. Verfahren nach Patentanspruch und dem Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass man als halogenabspaltendes Mittel Zinkstaub und Essigsäure verwendet. 6. Verfahren nach Patentanspruch und dem Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass man als halogenabspaltendes Mittel ein Alkalijodid verwendet. 7.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Kohlenstoff- Doppelbindung des Ausgangsstoffes durch Anlagerung von Halogenwasserstoff der Oxydationswirkung entzieht und nach er folgter Oxydation mit halogenwasserstoff- abspaltenden Mitteln behandelt. B. Verfahren nach Patentanspruch und dem Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass man als halogenwasserstoffabspalten- des Mittel tertiäre Basen verwendet. 9. Verfahren nach Patentanspruch und dem Unteranspruch 7, dadurch gekennzeich net, dass man als halogenwasserstoffab- spaltendes Mittel Alkaliacetate verwendet. 10.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man den Endstoff durch direkte Kristallisation reinigt. 11. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man den Endstoff durch Umsetzung mit Ketonreagenzien und anschliessende hydrolytische Spaltung des Reaktionsproduktes reinigt. 12. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man den Endstoff durch Umsetzung mit Acylierungsmitteln und anschliessende hydrolytische Spaltung des Reaktionsproduktes reinigt.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH210757T | 1935-07-23 | ||
| CH208080T | 1935-07-23 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH210757A true CH210757A (de) | 1940-07-31 |
Family
ID=25724474
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH210757D CH210757A (de) | 1935-07-23 | 1935-07-23 | Verfahren zur Darstellung eines Oxyketons der Androstenreihe. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH210757A (de) |
-
1935
- 1935-07-23 CH CH210757D patent/CH210757A/de unknown
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