CH269429A - Verfahren zur Herstellung eines Biguanid-Derivates. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Biguanid-Derivates.

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C279/00Derivatives of guanidine, i.e. compounds containing the group, the singly-bound nitrogen atoms not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C279/20Derivatives of guanidine, i.e. compounds containing the group, the singly-bound nitrogen atoms not being part of nitro or nitroso groups containing any of the groups, X being a hetero atom, Y being any atom, e.g. acylguanidines
    • C07C279/24Y being a hetero atom
    • C07C279/26X and Y being nitrogen atoms, i.e. biguanides

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Description


      Verfahren    zur Herstellung eines     Biguanid-Derivates.       Gegenstand der vorliegenden Erfindung  ist ein Verfahren zur Herstellung eines     Bi-          guanid-Deriv        ates,    nämlich des     Nl-p-Chlor-          pheny        1-N'-isopropy        1-biguanids,    welches als       Chemotherapeutikum    oder als Zwischenpro  dukt. für die Herstellung von Chemothera  peutika wertvoll ist. Es ist. insbesondere gegen       Malariaparasiten    hochaktiv.  



  Das     erfindungsgemässe    Verfahren zur Her  stellung des     Nl-p-Chlorphenyl-N'-isopropyl-          biguanids    ist dadurch gekennzeichnet, dass  man     p-Chlorpheny        lguanidin    mit einem     N-Iso-          propy        t-S-alky        1-isothioharnstoff    zur Umsetzung       bringt.     



       N-Isopropyl-S-alkyl-isothioharnstoffe    kön  nen durch     Alkylierung    von     Isopropylthio-          harnstoff    hergestellt werden, der seinerseits  durch Umsetzung von     Isopropyl-isothiocyanat     mit Ammoniak nach dem von     Jahn    (Monats  hefte,     8d.    3, Seite 168) beschriebenen Ver  fahren erhalten werden kann.  



       N-Isopropyl-S-alkyl-isothioharnstoffe,    wel  che für das erfindungsgemässe Verfahren ver  wendet werden können, sind beispielsweise  die     S-Methyl-,        S-Äthyl-    und     S-Benzyl-Deri-          vate.     



  Das für das erfindungsgemässe Verfahren  verwendete     p-Chlorphenylguanidin        kan        ndurcb     Umsetzung von     p-Chloranilinhydrochlorid    mit       Cyanamid    nach dem von Braun (Journal of       the        Ameriean        Chemical        Society,    1933,     Bd.    55,  Seite<B>1282)</B> beschriebenen Verfahren her  gestellt werden.    Die Anwesenheit eines     Entschwefelungs-          mittels    im Reaktionsgemisch kann von Vor  teil sein, da dadurch die Reaktion unter Um  ständen bei einer tieferen Temperatur ver  läuft.

   Als     Entschwefelungsmittel    sind bei  spielsweise die Oxyde und die Salze der  Schwermetalle, insbesondere diejenigen von  Blei, Kupfer, Silber     und    Quecksilber, zu  nennen.  



  Zur Durchführung des erfindungsgemässen  Verfahrens werden die Reaktionsteilnehmer  zweckmässig     zusanunen    erhitzt, z. B. in Gegen  wart eines Lösungsmittels     bzw.    Verdünnungs  mittels, wie z. B. Methanol, Äthanol oder       ss-Äthoxyäthanol.    Der     N-Isopropyl-S-alkyl-          isothioha.rnatoff    wie auch das     p-Chlorphenyl-          guanidin    können auch in Form ihrer Salze,  beispielsweise der Hydrochloride, verwendet  werden.

   Im letzteren Falle kann man den       N-Isopropyl-S-alkyl-isothioharnstoff    bzw. das       p-Chlorphenylguanidin    in     situ    durch Zugabe  einer äquivalenten Menge eines basischen Mit  tels, wie z. B.     Natriumäthoxyd    oder     Natrium-          methoxyd,    in Freiheit setzen.  



  Das nach dem erfindungsgemässen Ver  fahren erhaltene     Nl-p-Chlorphenyl-NI-isopro-          hyl-biguanid    ist eine starke Base, die mit  organischen. und anorganischen Säuren be  ständige Salze bildet, die in vielen Fällen in  Wasser leicht löslich sind. Diese Salze kön  nen dadurch erhalten werden, dass man das       Nl-p-Chlorphenyl-N5-isopropyl-biguanid    in       wässrigen    Lösungen der Säure löst und hier-      auf das Wasser abdampft. Zweckmässiger  werden sie jedoch trocken hergestellt, indem  man die Komponenten in einem organischen  Lösungsmittel,     wie    z. B. in Aceton oder einem  Alkohol, in welchem die Salze schwer löslich  sind, mischt.

   Auf diese Weise kann man mit  Leichtigkeit beispielsweise die Salze der  Essigsäure, Milchsäure,     Methansulfonsäure,          11Iethylendisalicylsäiure,        3-/Iethylen-bis-2,3-oxy-          naphthoesä-ire    und Salzsäure erhalten.    In den folgenden Beispielen bedeuten   Teile  Gewichtsteile.    <I>Beispiel 1:</I>  11,8 Teile     Isopropylthioharnstoff,    17,5  Teile     Äthyljodid    und 40 Teile Äthanol wer  den zusammen     während    einer halben     Stunde     unter     Rückfleiss    erhitzt.

   Das     Äthanol    und der       Überschuss    des     Äthyljodids    werden hierauf  im     Vakuiun    durch Erhitzen auf einem  Wasserbad     abdestilliert.    Es     hinterbleibt    ein  dickflüssiger Sirup, der in der Hauptsache  aus     N-Isopropyl-S-äthyl-thioharnstoff-hydro-          jodid    besteht.

      Man versetzt diesen Sirup mit 18,5 Teilen       p-Chlorphenylguanidin    und 80 Teilen     Ätha-          nol    und erhitzt das Gemisch während 16 Stun  den     -unter        Rückfluss.    Hierauf destilliert man  das Äthanol ab und stellt den     Rückstand     durch Zusatz von     Natriumhydroxydlösung          alkalisch.    Die freiwerdende Base wird mit  Äther extrahiert, worauf die Ätherlösung  ihrerseits mit 5      7o        iger    Essigsäure     extrahiert     wird.

   Man stellt den     Essigsäureextrakt    mit       Natriumhydroxyd    alkalisch     und    extrahiert  die Base erneut mit Äther. Der Ätherextrakt  wird mit Wasser gewaschen und über     Ka-          liumkarbonat    getrocknet. Der Äther wird ab  destilliert. Der     feste        Rückstand        wird    in Ace  ton gelöst und so lange     mit    Essigsäure ver  setzt, bis das     Gemisch    gegen Brillantgelb  nicht mehr     alkalisch    reagiert.

   Man lässt die       Lösung    stehen, wobei     Nl-p-Chlorphenyl-NS-          isopropyl-biguanidacetat        auskristallisiert,    wel  ches     abfiltriert    und getrocknet wird. Es     be-          sitzt        einen        Smp.    von l88  C. Die freie Base  vom     Smp.    129  C wird     daraus    nach den ge-         wöhnlichen    Methoden der     Basifizierung    er  halten.  



  <I>Beispiel</I>  17 Teile     p-Chlorphenylguanidin,    25 Teile       N-Isopropyl    -     S-benzyl    -     isothioharnstoff-hydro        -          chlorid    und 78 Teile Äthanol werden zusam  men während 24 Stunden am     Rückfluss    er  hitzt. Man destilliert das Äthanol unter ver  mindertem Druck ab und versetzt den obigen  Rückstand mit einer Lösung von 50 Teilen       konz.        Salzsäure    in 100 Teilen Wasser. Das  während der Reaktion gebildete     Benzyl-          merkaptan    bleibt ungelöst und wird durch  Ätherextraktion entfernt.

   Der     wässrige    Rück  stand wird     durch    Zugabe von     wässrigem     Ammoniak gegen Brillantgelb     alkalisch    ge  stellt.     N1    -p -     Chlorpheny        l-N -isopr        opyl-bigua-          nidhydrochlorid    scheidet sich     als    öl ab, wel  ches bald erstarrt.

   Es     wird        abfiltriert,    mit  wenig     Äthylessigester    gewaschen, getrocknet  und aus Wasser     innkristallisiert    und weist  dann einen     Smp.    von 243-244 C auf. Es  wird durch die gewöhnlichen Methoden der       Basifizierung    in die freie Base vom     Smp.     129  C übergeführt.  



  Das als Ausgangsmaterial verwendete       N-Isopropyl    - S     -benzyl-isothioharnstoff-hydro-          chlorid    wird durch direkte     Umsetzung    von       N-Isopropyl-thioharnstoff    mit     Benzylehlorid     in Äthanol durch 15     stündiges    Erhitzen am       Rückfluss    erhalten. Es besitzt einen     Smp.    von  147-148  C. Die freie Base weist einen     Smp.     von 67-68 C auf.

      <I>Beispiel 3:</I>  17 Teile     p-Chlorphenylguanidin,    25 Teile     N-          Isopropyl-S-isopropyl-isothioharnstoff        -hydro        -          bromid        und    78 Teile Äthanol werden zusammen       während    24 Std. am     Rückfluss    erhitzt. Man     de-          stilliert    das Äthanol unter     vermindertem        Driek     ab     und    arbeitet den Rückstand genau so auf,  wie dies in Beispiel 1 beschrieben ist.

   Es wird  so     Nl-p-Chlorphenyl-N'-isopropyl-biguanid-          acetat    vom     Smp.    188 C erhalten, aus wel  chem nach den üblichen Methoden der     Basi-          fizierung    die freie Base vom     Smp.    129  C her  gestellt wird. Das Hydrochlorid schmilzt bei  243-244  C.

        Das als     Ausgangsmaterial    verwendete       N    -     Isopropyl    - S -     isopropyl    -     isothioharnstoff-          hydrobromid    wird durch direkte Umsetzung  von     N-Isopropyl-thioharnstoff    mit     Isopropyl-          hromid    erhalten. Es besitzt einen     Smp.    von  135-136  C.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Biguanid- Derivates, nämlich des Nl-p-Chlorphenyl-N'- isopropyl-biguanids, dadurch gekennzeichnet, dass man p-Chlorphenylguanidin mit einem N-Isopropyl-S-alkyl-isothioharnstoff zur Um setzung bringt. Das Nl-p-Chlorphenyl-N'-isopropyl-bigua- nid ist. eine kristallisierte Substanz vom Smp. 129 C. Das Hydrochlorid schmilzt bei 243 bis 244 C und das Acetat bei 188 C. Die freie Base und deren Salze besitzen eine starke Antimalaria-Wirksamkeit.
CH269429D 1946-01-25 1947-01-24 Verfahren zur Herstellung eines Biguanid-Derivates. CH269429A (de)

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