CH435504A - Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen

Info

Publication number
CH435504A
CH435504A CH1055364A CH1055364A CH435504A CH 435504 A CH435504 A CH 435504A CH 1055364 A CH1055364 A CH 1055364A CH 1055364 A CH1055364 A CH 1055364A CH 435504 A CH435504 A CH 435504A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
groups
azo dyes
compounds
radical
sub
Prior art date
Application number
CH1055364A
Other languages
English (en)
Inventor
Wilhelm Jun Dr Kraus
Original Assignee
Wilhelm Jun Dr Kraus
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Wilhelm Jun Dr Kraus filed Critical Wilhelm Jun Dr Kraus
Priority to CH1055364A priority Critical patent/CH435504A/de
Publication of CH435504A publication Critical patent/CH435504A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B45/00Complex metal compounds of azo dyes

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description


  Verfahren     zur    Herstellung von     Azofarbstoffen       Gegenstand der Erfindung ist ein     Verfahren    zur Her  stellung von     Azofarbstoffen,    das dadurch gekennzeich  net ist, dass     Tetrazoniumverbindungen    mit Verbindun  gen, welche     einen    Rest der Formel  
EMI0001.0007     
    enthalten, zur Reaktion gebracht werden. In diesem Zu  sammenhang wird auch auf den Erfindungsgegenstand  der     Schweizer    Patentschrift Nr. 407368 verwiesen.  



  Die Verbindungen, welche einen Rest der Formel  
EMI0001.0009     
    enthalten, können auf einfache Weise z. B. so hergestellt  werden, dass man einen niederen     Cyanessigsäurealkyl-          ester,    z. B.     Cyanessigsäuremethyl-    oder     Cyanessigsäure-          äthylester,    oder ein     Cyanessigsäurehalogenid,    z. B.     Cyan-          acetylchlorid,    mit einem Amin kondensiert. Es gibt aber  auch noch andere Herstellungsweisen.  



  Als Beispiele von Verbindungen, welche einen Rest  der Formel  
EMI0001.0018     
    enthalten, können z. B. Verbindungen der Formel       CNCH.CONH-R    genannt werden, worin R einen     car-          bocyclischen,    z. B. aromatischen oder     araliphatischen     oder     heterocyclischen    Rest bedeutet. R in der genann  ten Formel kann z. B. der Rest eines     anthrachinoiden     Systems oder eines     Phthalocyanins,    z. B. eines     Metall-          phthalocyanins    wie     Cu-Phthalocyanins,    sein.  



  Der Verlauf des erfindungsgemässen Verfahrens  kann z. B. wie folgt     formuliert    werden:  
EMI0001.0030     
         R1    = Rest der     Tetrazoniumverbindung    mit oder ohne       metallisierbaren    Gruppen.  



  Man kann z. B.     erfindungsgemäss    aber auch so vor  gehen, dass man die eingesetzten     Tetrazoniumverbindun-          gen    nur einseitig mit 1     Mol    einer Verbindung, welche  einen Rest der Formel  
EMI0001.0038     
    enthält, abkuppelt.     Derartig    einseitig abgekuppelte     Te-          trazoniumverbindungen    können dann anschliessend mit  irgendwelchen weiteren Kupplungskomponenten, z. B.

         Arylmethylpyrazolonen,        Naphtholen,        Phenolen,        N-sub-          stituierten        Acetessigsäureamiden        etc.,    weitergekuppelt  werden.  



  Die Verbindungen, welche einen Rest der Formel  
EMI0001.0049     
      enthalten, können zusätzlich noch weitere andere     Sub-          stituenten    enthalten, z. B.     aliphatische,        cycloaliphati-          sche,    aromatische,     araliphatische,        heterocyclische,    Halo  genatome, vorzugsweise     Fluor,    Chlor, Brom,     CN-Grup-          pen,    gegebenenfalls substituierte     Sulfonamidgruppen,          Aralkylaminogruppen,        Alkoxy-    oder     Aroxygruppen,

            Phosphonsäureggruppen,        Alkylaminogruppen,        Acylamino-          gruppen,    z. B.     Acetylaminogruppen,        Benzoylaminogrup-          pen,        Azobrücken,    Nitrogruppen,     Carboxyl-,        Alkyl-    oder       Arylsulfongruppen    wie     Methylsulfongruppen,        Alkyl-          oder        substituierte        Alkylgruppen    wie     Hydroxyalkyl,

            Hydroxyalkylaminogruppen,        Hydroxyalkylaminoalkyl,          Cyanalkyl,        Halogenalkyl,    gegebenenfalls substituierte       Phenyl-    oder     Naphthylreste,        Vinylsulfongruppen    oder  in     Vinylsulfongruppen        überführbare    Reste,     Acylreste     wie     Acetyl    usw.

   Falls R     in    der eingangs genannten For  mel einen     earbocyclischen    Rest bedeutet, so kann die  ser     earbocyclische    Rest     irgendein        beterocyclisches    Sy  stem     ankondensiert    enthalten.  



  Man kann das     erfindungsgemässe    Verfahren z. B.     in     schwach saurem, z. B.     gepuffertem    saurem Milieu, neu  tralem     Milieu    oder in     alkalischem        Milieu    wie schwach  oder stark     sodaalkalischem        Milieu    oder     natronalkali-          schem        Milieu    durchführen. Als     Puffersubstanzen    kön  nen z. B. die     Alkalisalze    von niederen Fettsäuren, z. B.

         Na-Acetat,    genannt werden, als säureabstumpfende und  säureneutralisierende Mittel für Kupplungen in schwach  saurem Milieu können z. B. genannt werden: Soda,     Mg-          Carbonat,        Mg-Hydroxyd    oder sonstige basische Metall  oxyde oder     Metallcarbonate.     



  Man kann mit     Hilfe    des     erfindungsgemässen    Verfah  rens je nach der     chemischen    Natur der eingesetzten  Kupplungskomponenten sehr     wertvolle    und brauchbare       Azofarbstoffe    für die verschiedensten Anwendungs  zwecke erhalten.  



  Als zur     Metallkomplexbildung    befähigte     Substituen-          ten    können z. B. genannt werden: OH, SH, wobei die  OH- oder SH-Gruppen ganz besonders     vorteilhaft        tosy-          liert    oder mit Schwefelsäure     verestert    sind,     NH.,        COOH,          COSH,        OCH2COOH,        SCH2COOH,        SCH2COSH,    Halo  genatome,     vorzugsweise    Chlor- oder Bromatome, nie  deres     O-Alkyl,

      vorzugsweise     Methoxy-    und     Äthoxyreste,     niederes     S-Alkyl,    z. B.     SCH3,        SC2H.,    ferner     COOCH3,          COSCH3,        Sulfonamidgruppen    usw.

   Vorzugsweise ste  hen die zur     Metallkomplexbildung    befähigten     Substi-          tuenten    in den nach dem     erfindungsgemässen        Verfahren     hergestellten     Azofarbstoffen    in Nachbarstellung zu     Azo-          brücken.     



  Die nach dem erfindungsgemässen Verfahren einge  setzten     Tetrazoniumverbindungen    können beliebige     Sub-          stituenten    tragen, z. B.     Azobrücken,        Carboxyl,        Sulfon-          säuregruppen,        Alkyl-    oder     Arylsulfonylgruppen,    z. B.

         Methylsulfongruppen,        Alkyl-    oder substituierte     Alkyl-          gruppen    wie     Hydroxyalkyl    oder     Hydroxyalkylamino-          alkyl,        Cyanalkyl,        Halogenalkyl,        Phosphonsäuregruppen,          Alkoxygruppen,        Aroxygruppen,        Arylgruppen    wie     Phenyl-          oder        Naphthylreste,        Nitrogruppen,        Cyangruppen,

          Vinyl-          sulfongruppen    oder in     Vinylsulfongruppen        überführbare     Reste, Halogenatome, besonders Fluor, Chlor oder  Brom,     ferner        Acylreste    wie     Acetyl,        Acylaminoreste    wie       Acetylaminoreste,        araliphatische    Reste,     heterocyclische     Reste.

   Die für das     erfindungsgemässe    Verfahren einge  setzten     Tetrazoniumverbindungen    können sowohl der  aromatischen als auch der     heterocyclischen    Reihe ange  hören und können ferner noch     Substituenten    tragen, die  zur     Farbstoffbildung    befähigen oder die austauschbaren    Wasserstoff enthalten.

   Sind zur Bildung von     Azofarb-          stoffen    befähigende     Substituenten    vorhanden, so können  aus den nach dem erfindungsgemässen Verfahren erhal  tenen     Azofarbstoffen    durch weitere     Azokupplung        Poly-          azofarbstoffe    hergestellt werden. Als zur     Azofarbstoff-          bildung    befähigende     Substituenten    kommen z. B. in Be  tracht     diazotierbare        Aminogruppen    oder in solche über  führbare     Substituenten,    z.

   B. reduzierbare     Nitro-    oder  leicht     hydrolysierbare        Acylaminogruppen,    oder aber  kupplungsfähige     Kohlenstoffatome.    Enthalten die     Sub-          stituenten    austauschbaren Wasserstoff, so können     in    die  nach dem     erfindungsgemässen    Verfahren erhaltenen       Azofarbstoffe    Reste     eingeführt    werden, welche einen als  Anion leicht     abspaltbaren        Substituenten    und / oder eine  leicht zur Addition befähigte     C-C-Mehrfachbildung    auf  weisen.

   Derart umgesetzte Farbstoffe können als     Reak-          tivfarbstoffe        verwendet    werden.  



  Nachfolgend werden beispielsweise mehrere Amine  angeführt, welche     in        tetrazotierter        Form    für das     erfin-          dungsgemässe    Verfahren     eingesetzt    werden können:  
EMI0002.0181     
    A kann z. B. sein: OH, SH,     COOH,        COSH,        OCH2          COOH,        SCH@COOH,        SCH,COSH,        OCHS,        OQH5,          SCH3,        SCH",    Halogen, vorzugsweise Chlor oder Brom.

         Falls    A OH oder SH bedeutet, so können diese Grup  pen     tosyliert    oder mit Schwefelsäure     verestert    sein. Die       Benzolringe    können zusätzlich zu A noch weitere     Sub-          stituenten    enthalten.  
EMI0002.0198     
    B kann z. B. sein:     COOH,        OCHs.    Die     Benzolringe    kön  nen zusätzlich zu B noch weitere     Substituenten    tragen.  
EMI0002.0203     
    
EMI0003.0001     
  
EMI0003.0002     
  
EMI0003.0003     
  
EMI0003.0004     
  
EMI0003.0005     
    X = H oder ein     Substituent,    z.

   B.     Alkyl,        Aralkyl,          Alkoxy,        NH2    oder     substituiertes        NH2,    N02, eine Car  bonylgruppe, Halogen, besonders Fluor, Chlor, Brom,       COOH,    OH,     tosyliertes    oder mit Schwefelsäure     verester-          tes    OH,     Phosphonsäuregruppen,          Pc    = Rest     eines        Phthalocyanins,    z.

   B.     Metallphthalo-          cyanins    wie     Cu-,    Co-,     Ni-Phthalocyanins,     Ar = aromatischer Rest oder     heterocyclischer    Rest aro  matischen Charakters,  X' = die direkte einfache Bindung, Brückenatome oder  eine Brücke von Atomgruppen, z.

   B.     -S-,        -CH,-,          NH-,        -SCH2    ,     -S02CH2-,        _S02-,        NR'-,        NR'CO-,          -NR'S02-,        -S020-,        -CHIS-,        -CH20-,    -0-, -CO-,  worin R'     Wasserstoff    oder einen Kohlenwasserstoff ist,  bedeutet.

      n = z     B.0-4     Y =     COOH,        OH,OTosyl,        OCHS,        OC,H5,    mit Schwefel  säure     verestertes    OH,       Pc    = Rest eines     Phthalocyanins,    z. B.     Metallphthalo-          cyanins     n = 0 oder 1 oder eine Zahl grösser als 1       Pc    = Rest eines     Phthalocyanins,    z.

   B.     Cu-Phthalo-          cyanins       
EMI0004.0001     
  
EMI0004.0002     
         Diaminobenzophenone    mit     komplexierbaren        Gruppen          Diaminodiphenyläther    mit     komplexierbaren        Gruppen          Diaminodiphenylsulfide    mit     komplexierbaren        Grupper.          Diaminostilbene    mit     komplexierbaren    Gruppen  
EMI0004.0014     
    
EMI0005.0001     
  
EMI0005.0002     
    F ist ein     komplexierbarer    Rest  E ist ein lineares ein oder 

  mehrere     C-Atom    aufweisen  des Brückenglied, wobei die     C-Atome        gegebenenfalls     durch Sauerstoff,     Hydroxylgruppen    und / oder Wasser  stoff     abgesättigt    sind.  
EMI0005.0009     
    G bedeutet einen     zweiwertigen    Rest des Harnstoffes  oder eines gegebenenfalls     substituierten        Äthylendicar-          bonsäureamids,        Butadien-1,4-dicarbonsäureamids    oder       Benzol-1,4-dicarbonsäureamids.     



  G kann z. B. sein:  -NH-CO-NH  NH-CO-CH=CH-CO-NH-  
EMI0005.0016     
    M bedeutet Halogen,     Alkyoxy,        Alkyl,        N02,     U bedeutet einen aromatischen oder gesättigten     alipha-          tischen    Rest  
EMI0005.0022     
         0T    bedeutet die     tosylierte    OH-Gruppe.

    
EMI0005.0025     
         L,-N=N-K-N=N-L2     K bedeutet den Rest einer     4,4'-Diamino-diphenylamin-          2-sulfonsäure,    die gegebenenfalls noch in den     Benzol-          kernen        substituiert    ist,       L1    den Rest der     1-Amino-5-oxy-naphthalin-7-sulfon-          säure,

            L2    den Rest der gleichen oder einer anderen     diazotier-          baren        Amino-oxy-naphthalin-sulfonsäure.       Man kann das     erfindungsgemässe        Verfahren    auch in       Gegenwart    von Zusätzen anorganischer oder organischer  Natur durchführen. So     kann    man z. B. als Zusätze an  organische Salze wie     Cu-,    Co- oder     Ni-Salze,    Kupp  lungsbeschleuniger, organische Lösungsmittel wie Alko  hole,     Formamide,    z.

   B.     Dimethylformamid,    gegebenen  falls     substituierte        Kohlenwasserstoffe    wie Chlorbenzol,       Pyridin,        niedermolekulare        tertiäre    Amine,     Carbonsäure-          dialkylamide,ferner        Emulgier-,        Dispergier-    oder Netz  mittel, Schutzstoffe, z. B.

   Lösungen von     Alkaliseifen     höherer Fettsäuren,     Kolophoniumseifen    oder Emulsio-           nen    von Fetten, Paraffinen, Wachsen oder fetten Ölen  oder von Weichmachern, wie sie in der Lack- und Kunst  stoffindustrie üblich sind, verwenden. Man kann das     er-          findungsgemässe    Verfahren auch unter Anwendung und  Beachtung der Lehren und Techniken der Optimierungs  methoden durchführen. Man kann die Kupplungen z. B.  so durchführen, dass man anfänglich bei     niedern    Tem  peraturen, z. B. bei 0  bis 10 C kuppelt und dann die  Kupplungslösung auf höhere Temperaturen, z. B. 30   bis 80  C bringt.  



  Die nach dem     erfindungsgemässen    Verfahren erhal  tenen     metallisierbaren        Azofarbstoffe    können mit metall  abgebenden     Mitteln    z. B. in an sich bekannter Weise  metallisiert werden. So kann man z. B. die     Kupferung     mit komplexen     Cu-Aminverbindungen    aus Ammoniak,       Pyridin,        Alkylamin,    z. B.     Oxyäthylamin,        Cu-Tetramin-          verbindungen    durchführen.

   Man kann die     Metallisierung     auch durchführen mit farbigen oder nicht farbigen me  tallhaltigen organischen Verbindungen, welche     befähigt     sind, mit     komplexierbaren    und     komplexbildenden        Azo-          farbstoffen        Metallkomplexe    zu bilden. Für diesen Zweck  können z. B. bestimmte     Azometallkomplexe    verwendet  werden, welche sich mit anderen     komplexierbaren        Azo-          farbstoffen    vereinigen und binden. Die     Metallisierung     kann z.

   B. in     wässrig-ammoniakalischer    Lösung oder or  ganischer Lösung oder Suspension, beispielsweise in Ge  genwart von     Fettsäureamiden    wie     Dimethylformamid,          Formamid    oder     Tetrahydrofuran    offen oder unter Druck  bei erhöhter Temperatur durchgeführt werden. Auch bei  der Durchführung der     Metallisierung    kann man Zusätze  verwenden, z. B.     oberflächenaktive    Verbindungen wie  Netzmittel,     Dispergiermittel,    und / oder Schutzstoffe,  z. B.

   Lösungen von     Alkaliseifen    von höheren Fettsäu  ren,     Kolophoniumseifen    oder Emulsionen von Fetten,  Paraffinen, Wachsen oder fetten Ölen oder von Weich  machern, um Pigmente weicher Textur zu erhalten. Die       Metallisierung    kann in Substanz oder aber auf der Faser  erfolgen. Falls die nach dem erfindungsgemässen Ver  fahren erhaltenen metallisierten oder nicht metallisier  ten     Azofarbstoffe        Sulfogruppen    enthalten und wasserlös  lich sind, so     können    diese     Azofarbstoffe    mit lackbilden  den Metallen, z.

   B.     Calcium,        Strontium,    Barium oder  Blei, an den     Sulfongruppen        verlackt    werden.     Ferner     können die nach dem     erfindungsgemässen    Verfahren er  haltenen     Azofarbstoffe    nachträglich auf die verschieden  ste Art und Weise auf chemischem Wege umgesetzt wer  den.  



  Die nach dem     erfindungsgemässen    Verfahren herge  stellten     Azofarbstoffe,    vorzugsweise in     metallisierter     Form, können, gegebenenfalls unter Zusatz von organi  schen Binde- und / oder Verdünnungsmitteln, in die nö  tige Gebrauchsform, z. B. in Pulver, Teige, halbfeste  oder feste Konzentrate,     übergeführt    werden.

   Die nach  dem     erfindungsgemässen    Verfahren hergestellten     Azo-          farbstoffe,    vorzugsweise in     metallisierter    Form, können  mit den verschiedensten     Applikationsmethoden    je nach  ihrer     chemischen    Konstitution als Pigment-, Lack-,  Druck- oder     Textilfarbstoffe    Verwendung finden. So       kann    man z. B. mit diesen     Azofarbstoffen    Wolle, Nylon,  Seide, Spinnmassen, Fette, Schmierfette, Öle, Schmier  öle, Harze, Lacke, Schmelzen, Wachse oder polymere  Massen mit oder ohne Zusätze anorganischer oder orga  nischer Natur färben.

   Man kann auch Textilgewebe     mit     diesen Farbstoffen bedrucken.  



  In dem Beispiel bedeuten die Teile, sofern nichts  anderes angegeben ist, Gewichtsteile. Die Gewichtsteile  verhalten sich zu den     Volumteilen    wie g zu     cm3.       <I>Beispiel</I>       Benzidin-3,3'-dicarbonsäure        Cyanessigsäureanilid     1:2, 28,5 Teile     Benzidin-3,3'-dicarbonsäure    (techni  sches Produkt, etwa     20o/oig)    in 100     Volumteilen    Wasser  und 15     Volumteilen    Salzsäure     konz.    werden auf 70  C  erwärmt. Man lässt erkalten und     tetrazotiert    mit 3 Tei  len Nitrit bei 10  bis 12   C etwa 1 Stunde lang.  



  Andererseits löst man 6,7 Teile     Cyanessigsäureani-          lid    in 50 Teilen     Dimethylformamid,    bringt dann bei  10  C in diese Lösung die     Tetrazoniumverbindung    ein  und lässt nun so lange eine gesättigte     Sodalösung    unter  starkem     Turbinieren        eintropfen,    bis das     pH    stark     soda-          alkalisch    ist. Man lässt nun die Temperatur der gelben  Kupplungslösung langsam     im    Verlaufe mehrerer Stun  den bis auf Raumtemperatur ansteigen und säuert mit       Salzsäure    an.

   Man     erhält    ein braungelbes Pulver.  



  Herstellung der Metallkomplexe auf Wolle und Ny  lon: Man löst den Farbstoff in wenig Eisessig durch Er  wärmen, giesst diese Lösung unter starkem Rühren in  viel Wasser ein, erwärmt und geht mit der     vorgenetzten     Faser ein. Dabei zieht der Farbstoff bei höheren Tem  peraturen     (etwa    70  bis 80  C) auf die Faser oder das  Gewebe. Nach     kürzerer    Zeit setzt man die äquivalente  Menge einer Lösung von     Cu-Sulfat,    Co-Nitrat,     Ni-Sulfat     in Wasser oder von     CrFs    in     Formamid    zu.  



       Cu-Komplex:    helles Olive  Co-Komplex: braungelb  Ni -Komplex: braungelb       Cr-Komplex:        gelbstichiges    Braun

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen, da durch gekennzeichnet, dass Tetrazoniumverbindungen mit Verbindungen, welche einen Rest der Formel EMI0006.0099 enthalten, zur Reaktion gebracht werden. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die erhaltenen Azofarbstoffe zur Me- tallkomplexbildung befähigte Gruppen, z. B. COOH, OH, vorzugsweise in Nachbarstellung zu Azobrücken enthalten, worauf sie in Substanz metallisiert werden, z.
    B. mit metallabgebenden Mitteln wie Cu-, Co-, Ni- oder Cr-abgebenden Mitteln. 2. Verfahren nach Patentanspruch I oder Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Tetra zoniumverbindungen Halogenatome enthalten. 3. Verfahren nach Patentanspruch I oder Unter anspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbin dungen, welche einen Rest der Formel EMI0006.0114 enthalten, carbocyclische, z. B. aromatische, oder arali- phatische oder heterocyclische Verbindungen sind. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch I oder Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Kupplungsreaktionen in alkalischem Milieu, z. B. schwach alkalischem Milieu wie schwach sodaalkischem Milieu, durchführt, gegebenenfalls in Gegenwart von organischen Lösungsmitteln. 5. Verfahren nach Patentanspruch I oder Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Kupplungsreaktionen in schwach saurem, gepuffertem Milieu durchführt, gegebenenfalls in Gegenwart von organischen Lösungsmitteln.
    PATENTANSPRUCH II Verwendung der gemäss dem Verfahren des Patent anspruchs I erhaltenen Azofarbstoffe oder ihrer Metall derivate als Pigment-, Druck- oder Lackfarbstoffe zum Färben von nichttextilem Material.
CH1055364A 1964-08-11 1964-08-11 Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen CH435504A (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH1055364A CH435504A (de) 1964-08-11 1964-08-11 Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH1055364A CH435504A (de) 1964-08-11 1964-08-11 Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH435504A true CH435504A (de) 1967-05-15

Family

ID=4364429

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH1055364A CH435504A (de) 1964-08-11 1964-08-11 Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH435504A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH312963A (de) Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen
DE942345C (de) Verfahren zur Herstellung neuer direktziehender Azofarbstoffe
CH435504A (de) Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen
CH395385A (de) Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen
CH437585A (de) Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen
CH407368A (de) Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen
EP0018939B1 (de) 1:2-Metallkomplexfarbstoffe von Azomethinen, Verfahren zu ihrer Herstellung und Verfahren zum Färben und Bedrucken unter Verwendung dieser Farbstoffe
CH432690A (de) Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen
CH420433A (de) Verfahren zur Herstellung von metallisierbaren Azofarbstoffen
DE1419841A1 (de) Verfahren zur Herstellung von neuen schwermetallhaltigen Formazanfarbstoffen
CH424038A (de) Verfahren zur Herstellung von metallisierbaren Azofarbstoffen
CH415903A (de) Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen
CH390414A (de) Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen
CH417810A (de) Verfahren zur Herstellung von Polyazofarbstoffen
CH393594A (de) Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen
CH423043A (de) Verfahren zur Herstellung von metallisierbaren Azofarbstoffen
CH387841A (de) Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen
CH417807A (de) Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen
AT162603B (de) Verfahren zur Herstellung neuer Polyazofarbstoffe
CH387842A (de) Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen
CH398839A (de) Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen
CH415898A (de) Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen
CH387845A (de) Verfahren zur Herstellung von metallisierbaren Azofarbstoffen
CH423044A (de) Verfahren zur Herstellung von metallisierbaren Azofarbstoffen
CH484990A (de) Verfahren zur Herstellung von metallisierbaren Azofarbstoffen