DD232710A1 - Verfahren zur herstellung von furanderivaten - Google Patents

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DD232710A1
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DD
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general formula
preparation
fur
glycofuranosyl
acylated
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DD27155584A
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Inventor
Klaus Peseke
Cornelia Losansky
Inge Bohn
Original Assignee
Univ Rostock
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Abstract

Ziel der Erfindung ist es, ein Verfahren fuer die Herstellung von acylierten 2-Cyano-3-(fur-2-ylmethylamino)-3-(b-D-glycofuranosyl- bzw. glycopyranosyl-thio)acrylsaeureestern zu entwickeln. Die Furanderivate der allgemeinen Formel III, in der R fuer einen Alkylrest und R1 fuer einen acylierten Glycofuranosyl- bzw. Glycopyranosylrest stehen, koennen durch Umsetzung der Furylmethylammoniumsalze der allgemeinen Formel I, in der R die obige Bedeutung besitzt, mit Acylhalogenosen der allgemeinen Formel II, in der R1 wie oben definiert ist und X fuer ein Halogenatom steht, hergestellt werden. Die Furanderivate koennen als organische Zwischenprodukte fuer weitere Synthesen verwendet werden. Sie sind insbesondere geeignet zur Herstellung spezieller Nucleosidanaloga.

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von acylierten 2-Cyano-3-(fur-2-ylmethylamino)-3-(/3-D-glycofuranosyl- bzw. glycopyranosyl-thio)acrylsäureestern. Diese Furanderivate können als organische Zwischenprodukte für weitere Synthesen verwendet werden. Sie sind insbesondere zur Herstellung spezieller Nucleosidanaloga geeignet.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Acylierte 2-Cyano-3-(fur-2-ylmethylamino)-3-03-D-glycofuranosyl- bzw. glycopyranosyl-thio)acrylsäureester sind bisher noch nicht bekannt.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, ein Verfahren für die Herstellung von acylierten 2-Cyano-3-(fur-2-ylmethylamino)-3-(/3-D-glycofuranosyl- bzw. glycopyranosyl-thio)acrylsäureestern zu entwickeln.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Die Furanderivate der allgemeinen Formel III, in der R für ein Alkylrest und R1 für einen acylierten Glycofuranosyl- bzw. Glycopyranosylrest stehen, können durch Umsetzung der Furylmethylammoniumsalze der allgemeinen Formel I, in der R die obige Bedeutung besitzt, mit Acylhalogenosen der allgemeinen Formel II, in der R1 wie oben definiert ist und X für ein Halogenatom steht, hergestellt werden.
Die Furylmethylammoniumsalze der allgemeinen Formel I sind nach bekannten Verfahren (WP/DD 99364; Z.Chem. 15,19 [1975]) nahezu quantitativ bequem zugänglich durch Umsetzung von 1,3-Dithietan-2,4-diyliden-bis(cyanessigsäureestern) und Furfurylamin in einem geeigneten Lösungsmittel, vorzugsweise in Chloroform. Die kristallin anfallenden Furylmethylammoniumsalze I können nach dem Abfiltrieren, Waschen mit Chloroform und gegebenenfalls Umkristallisieren aus Alkoholen mit den Acylhalogenosen in einem organischen Lösungsmittel, vorzugsweise in Dimethylformamid, umgesetzt werden. Es ist notwendig, die Reaktionsmischung bis zur vollständigen Auflösung der Acylhalogenosen und Furylmethylammoniumsalze zu rühren. Die Reaktionstemperaturen liegen um 2O0C. In Abhängigkeit von der eingesetzten Acylhalogenose betragen die Reaktionszeiten 8 bis 16 Stunden.
Die Aufarbeitung der Reaktionsmischung erfolgt durch Zugabe von Wasser. Dabei scheiden sich die Furanderivate III kristallin oder sirupös ab. Die kristallinen Produkte werden abfiltriert und aus Alkoholen umkristallisiert. Sirupös anfallende Produkte werden mit Chloroform extrahiert. Die Chloroformextrakte werden nach dem Waschen und Trocknen im Vakuum eingeengt. Die Rückstände kristallisieren beim Aufnehmen in Alkoholen. Eine weitere Reinigung ist durch Umkristallisieren aus Alkoholen möglich.
Ausführungsbeispieie Ausführungsbeispiel 1
Fur^-ylmethylammonium^-cyano-i-ffur^-ylmethylaminol^-methoxycarbonyl-ethylenthiolat 0,01 mol 1,3-Dithietan-2,4-diyliden-bis(cyanessigsäure-methylester) und 0,04 mol Fur-2-ylmethylamin Werden in 40ml Chloroform 2 Stunden gerührt. Man filtriert den gebildeten Niederschlag ab und wäscht diesen mit Chloroform. Ausb.:90%d.Th. Schmp.ab 110°CZers.
Ausführungsbeispiel 2
Fur^-ylmethylammonium^-cyano^-ethoxycarbonyl-i-lfur^-ylmethylaminojethylenthiolat 0,01 mol 1,3-Dithietan-2,4-diyliden-bis(cyan-essigsäure-ethylester) und 0,04 mol Fur-2-ylmethylamin werden umgesetzt, wie unter Ausführungsbeispiel 1 beschrieben. Man kristallisiert den erhaltenen Niederschlag aus Ethanol um, ohne längere Zeit zu erhitzen.
Ausb.:89%d.Th. Schmp.ab 134 "CZers.
Ausführungsbeispiel 3
3-(Tetra-0-acetyl-ß-D-glucopyranosylthio)-2-cyano-3-(fur-2-ylmethylamino)acrylsäure-methylester 0,01 mol Fur^-ylmethylammonium^-cyar.o-i-lfur^-ylmethyl-aminol^-methoxycarbonyl-ethylenthiolat und 0,01 mol a-Acetobromglucosew3rden in 15ml Dim ethylformamid 1 Stunde gerührt. Man läßt die Reaktionsmischung 8 Stunden bei 20°C stehen, versetzt sie dann unter Umrühren mit 150 ml Wasser, extrahiert die erhaltene Mischung dreimal mit je 100 ml Chloroform, wäscht die Chloroformextrakte dreimal mit je 100 ml Wasser, trocknet diese mit Natriumsulfat und engt sie im Vakuum zum Sirup eitir Dieser Sirup wirdin wenig heißem Ethanol gelöst. Beim Abkühlen und-Anreiben dieser Lösung erfolgt die Kristallisation. Die Kristalle werden abfiltriert und zur weiteren Reinigung aus wenig Methanol umkristallisiert. Ausb.: 16%d.Th. Schmp. 137-1390C
C24H23N2Oi2S (568,57) Ber. C 50,70 H 4,96 N 4,93
Gef. C 50,95 H 4,81 N 4,96
-2- 715
Ausführungsbeispiel 4
3-(Tetra-0-acetyl-ß-O-galactopyranosylthio)-2-cyano-3-(fur-2-ylmethylamino)acrylsäure-methylester 0,01 mol Fur^-ylmethylammonium^-cyano-i-ffur^-ylmethyl-aminoi^-methoxycarbonyl-ethylenthiolat und 0,01 mol a-Acetobromgalactose werden umgesetzt, wie unter Ausführungsbeispiel 3 beschrieben. Beim Versetzen der Reaktionsmischung mit Wasser fällt ein fester Niederschlag aus, der abfiltriert und aus Methanol umkristallisiert wird. Ausb.:44%d.Th. Schmp. 143-145 0C
C24H28N2O12S (568,57) Ber. C 50,70 H 4,96 N 4,93
Gef. C 50,71 H 5,20 N 5,22
Ausführungsbeispiel 5
3-(Tetra-O-acetyl-/3-D-glucopyranosylthio)-2-cyano-3-(fur-2-ylmethylamino)acrylsäure-ethylester 0,01 mol Fur^-ylmethylammonium^-cyano^-ethoxycarbonyl-i-ffur^-ylmethylaminol-ethylenthiolat und 0,01 mol a-Acetobromglucose werden umgesetzt, wie unter Ausführungsbeispiel 3 beschrieben. Ausb.:52%d.Th. Schmp. 115-116°C
C26H30N2O12S (594,61) Ber. N 4,71 · S 5,39
Gef. N 4,58 S 5,71
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Claims (1)

  1. -1- 715
    Erfindungsanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Furanderivaten der allgemeinen Formel III, in der R für einen Alkylrest und R1 für einen acylierten Glycofuranosyl-bzw.'Glycopyranosylrest stehen, gekennzeichnet dadurch, daß Furylmethylammoniumsalze der allgemeinen Formel I, in der R die obige Bedeutung besitzt, mit Acylhalogenosen der allgemeinen Formel II, in der R1 wie oben definiert ist und X für ein Halogenatom steht, umgesetzt werden.
    Hierzu 1 Seite Formeln
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