CH264604A - Verfahren zur Herstellung eines neuen Farbstoffes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines neuen Farbstoffes.

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CH264604A
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B9/00Esters or ester-salts of leuco compounds of vat dyestuffs
    • C09B9/02Esters or ester-salts of leuco compounds of vat dyestuffs of anthracene dyes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description


  Verfahren     zur    Herstellung eines neuen Farbstoffes.    Die vorliegende Erfindung betrifft die  Herstellung eines neuen Farbstoffes, nämlich  des     Schwefelsäureesters    des     Leukoderivates     des     1,4-Di-(p-methansulfonylbenzojamino@)-          anthraehinons.     



  Es ist     vorgeschlagen    worden, Schwefel  säureester der     Leukoderivate    von     Küpenfarb-          stoffen    durch Behandlung des     Leukoderiva-          tes    des     Küpenfarbstoffes    beispielsweise mit       Chlorsulfonsäure    in Gegenwart einer tertiären  Base, wie z.

   B.     Pyridin,    oder durch Behand  lung des     Küpenfarbstoffes    selbst in einer  Suspension einer tertiären Base, in Gegenwart  eines     Metalls,    mit     Schwefeltrioxyd    oder mit  einer Substanz, die im     Reaktionsgemisch          Schwefeltrioxyd    zu bilden vermag, herzustel  len. In der     brit.    Patentschrift Nr. 274156  wird ferner vorgeschlagen, den     KüpenfaTb-          steff    in einer     Suspension        einer    tertiären Base  mit dem Metall umzusetzen, bevor das       Sehwefeltrioxyd    zugesetzt wird.

   Es wird in  dieser Patentschrift ferner ein Verfahren zur  Herstellung von Derivaten von     Küpenfarb-          stoffen    beschrieben, wonach ein     quaternäres          Ammoniumhalogenid,    welches durch Um  setzung einer tertiären     organischen    Base mit  einem     Alkylha@logenid    erhalten werden kann,  in einer Suspension einer tertiären orga  nischen Base, mit einem Metall umgesetzt  wird, worauf das Produkt mit einem     Küpen-          farbstoff    umgesetzt und das resultierende Ge  misch dann mit dem     Produkt        umgesetzt    wird,

    welches durch Umsetzung einer tertiären Base    mit einem Reagens, das die     Schwefelsäure-          anhy        dridverbindung    der tertiären Base zu  bilden vermag, beispielsweise mit einem     Alkyl-          chlorsulfonat,        Chlorsulfonsäure,        Oleum    oder       Schwefeltrioxyd,    erhalten wird.     Pyridin    und       Dimethylanilin    sind     als        Beispiele    von Basen,  die in diesem Verfahren angewendet werden  könnten, angeführt.  



  Wie sich aus Versuchen des Erfinders er  gab, ist es     jedoch    nicht möglich, das     1,4-Di-          (        p-methansulfonyl-benzoyl-amino)    -     anthrachi-          non    mittels irgendeines der bisher bekann  ten, zum Zweck der Umwandlung von     Küpen-          farbatoffen    in die     Schwefelsäureester        ihrer          Leukoderivate    angewendeten Verfahren in  einen     Schwefelsäureester    des     Leukoderivates     überzuführen,

   und es ist in der Tat     bis    jetzt  kein     Schwefelsäureester    des     Leukoderivates     dieses Farbstoffes beschrieben worden. Es  wurde nun gefunden, dass dieser Farbstoff in  den     Schwefelsäureester    des     Leukoderivat.es     übergeführt werden kann, wenn im oben be  schriebenen Verfahren statt     Pyridin    oder  einer andern     tertiären    Base ein     organisches          Amid    verwendet wird,

   in welchem die am       Amidatickatoff    gebundenen     Wasserstoffatome     durch Kohlenwasserstoffradikale oder substi  tuierte     Kohlenwasserstoffradikale    ersetzt sind.  



  Gegenstand der     vorliegenden    Erfindung       ist    ein Verfahren zur Herstellung des     Schwe-          felsäureesters    des     Leukoderivates    des     1,4-Di-          (p-methan-su-Ifonyl-benzoyl-amino)        -anthraehi-          nons,    welches dadurch gekennzeichnet ist,      dass man ein Metallsalz der     Leukoverbindung,     ein organisches     Amid,    welches sich von einem       sekundären    Amin ableitet,

   und ein     Sulfatie-          rungsmittel        aufeinander        einwirken        lässt.     



  Der neue     Leukoschwefelsäureester    ist was  serlöslich und     bildet        ein    gelbes     kristallines          Natriumsalz,    welches sich in Wasser     unter          Bildung    einer gelben     Lösung    löst.  



  Die verwendeten     Amide    können von orga  nischen     Carbon-    oder     Sulfonsäuren    abgelei  tet sein. Als Beispiele von     Amiden,    die sich  eignen, in der     Reaktion        verwendet    zu werden,  sind     Dimethylformamid,        Diäthylformamid,          Dimethylacetamid,        N,N-Diäthyl-p-toluo#lsul-          fonamid    und     Tetramethylharnstoff    zu nen  nen. Dem Reaktionsgemisch können ferner       Verdünnungsmittel,    wie z. B. Aceton und Ni  trobenzol, zugesetzt werden.

   Falls das verwen  dete     Amid    bei der für die Reaktion angewen  deten Temperatur fest ist, wird bevorzugter  weise ein Verdünnungsmittel     verwendet,    in  welchem das     Amid    löslich ist.  



  Das     Sulfatierungsmittel    kann der Suspen  sion oder Lösung des Metallsalzes des     Leuko-          derivates    zugesetzt werden, oder die Suspen  sion oder Lösung des Metallsalzes des     Leako-          derivates    kann     gewünschtenfalls    dem     Sulfa-          tierungsmittel        in    einem geeigneten     Verdün-          nungsmittelzugesetzt    werden.  



  Das Metallsalz der     Leukoverbindung    oder  die das Metallsalz der     Leukoverbindung    ent  haltende, komplexe Verbindung kann bei  spielsweise durch     Umsetzung    des entsprechen  den     Küpenfarbstoffs    mit einem Metall, wie  z. B. Zink, in Gegenwart eines organischen       Amids    gemäss obiger Definition und vorzugs  weise in Gegenwart eines Katalysators, wie  z. B.     Kaliummethylsulfat,    hergestellt werden.  



  Das mittels des     erfindungsgemässen    Ver  fahrens hergestellte Produkt kann zweck  mässig so isoliert werden, dass das Reaktions  gemisch in eine wässerige     Lösung    von     Na-          triumcarbonat    eingetragen wird, dass das Ge  misch filtriert und das Filtrat konzentriert  wird     und    dass hierauf das     Natriumsalz    des       Leukoschwefelsäureesters    aus dem konzen  trierten Filtrat     ausgesalzen    wird.

      Das     Leuko-Schwefelsäureesterderivat    des       1,4-Di-        (p-methan-sulf        onyl-benzoyl-        amino)        -an-          thrachinons    erzeugt, wenn es zum Färben  oder Drucken von Textilien verwendet wird,  rosa Farbtöne von ausserordentlich grosser  Wasch- und Lichtechtheit.  



  Die     Erfindung    wird durch die folgenden  Beispiele, in welchen Teile Gewichtsteile sind,  erläutert.  



       Beispiel   <I>1:</I>  Eine     Suspension    von 6 Teilen     1,4-Di-(p-          methan=sulfonyl-benzoyl-amino)-anthrachinon,     4 Teilen     Kaliummethylsulfat    und 4 Teilen  Zinkstaub wird in 40 Teilen     Dimethylform-          a   <B>id</B> eingetragen und das Gemisch in einem       mi     Reaktionsgefäss, in welchem die Luft durch  Stickstoff ersetzt ist, gerührt. Das Gemisch  wird während etwa 15 Minuten bei 60 bis  80  C erhitzt, um die Metallverbindung des       Leukoderivates    des Farbstoffes zu bilden, und  hierauf auf 0  C abgekühlt.

   Hierauf wird eine  Lösung von 6,5 Teilen     Schwefeltrioxyd    in  30 Teilen     Dimethylformami@d    zugesetzt. Man  lässt die Temperatur des Gemisches auf 10  C  steigen und rührt das Gemisch während 30  Minuten bei dieser Temperatur.  



  Um das Produkt zu isolieren, wird das  Reaktionsgemisch in eine Lösung von 12 Tei  len     Natriumcarbonat    in 300 Teilen Wasser  eingetragen, wobei     Zinkcarbonat    ausgefällt  wird. Die so erhaltene Suspension     wird    hier  auf filtriert, das     Filtrat    im Vakuum konzen  triert und der Farbstoff     ausgesalzen,    filtriert  und     getrocknet.    Dieser auf diese Weise erhal  tene, eine gelbe kristalline Masse bildende  Farbstoff ist bis jetzt nicht beschrieben wor  den.  



  Statt einer Lösung von 6,5 Teilen     Sehwe-          feltrioxyd    in 30 Teilen     Dimethylformamid     kann das durch Umsetzung von 10,4 Teilen       Methylchlorsulfat    und 20 Teilen     Dimethyl-          formamid    erhaltene Produkt verwendet wer  den.  



  <I>Beispiel 2:</I>  Ein Gemisch von 3 Teilen     1,4-Di-(p-me-          than-sulfonyl-benzoyl-amino)-anthrachinon,    15  Teilen     N-Formylmorpholid,    1,5 Teilen Zink  staub und 0,5 Teilen Natrium-ss-naphthalin-           sulfonat    wird während 30 Stunden bei 20  C  in einer Stickstoffatmosphäre gerührt.

   Der       purpurrotbraunen    Lösung des     Leukosalzes,     das auf diese Weise erhalten wurde, wird  eine Suspension von     N-Formylmorpholid-          Schwefeltrioxyd    zugesetzt, welche durch all  mählichen Zusatz von 2,5 Teilen flüssigem       Schwefeltrioxyd    zu 5 Teilen     N-Formylmor-          pholid    in 5 Teilen     Acetonitril    hergestellt wird.  Das Gemisch wird hierauf gerührt und wäh  rend einer halben Stunde in einem Eisbad ge  kühlt.

   Das Gemisch wird in 100 Teilen einer  5     ?O'igen        Natriumcarbonatlösung    eingetragen  und das ausgefällte     Zinkcarbonat    sowie even  tuelle Zinkrückstände werden durch     Filtrie-          rung    abgetrennt. Der Farbstoff wird aus den  gelbbraun gefärbten Filtraten isoliert, wie    dies im vorangehenden Beispiel beschrieben  ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines neuen Farbstoffes, nämlich des Schwefelsäureesters des Leukoderivates von 1,4-Di-(p-methan-sul- fonyl-benzoyl-amino) -anthrachinon, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Metallsalz der Leukoverbindung, ein organisches Amid, wel- ehes sich von einem sekundären Amin ab leitet, und ein Sulfatierungsmittel aufeinan der einwirken lässt.
    Der neue Leukoschwefelsäureester ist was serlöslich und bildet ein gelbes kristallines Natriumsalz, welches sich in Nasser unter Bildung einer gelben Lösung löst.
CH264604D 1946-08-23 1947-08-22 Verfahren zur Herstellung eines neuen Farbstoffes. CH264604A (de)

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