CH272833A - Verfahren zur Herstellung eines kupferhaltigen Farbstoffes der Stilbenreihe. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines kupferhaltigen Farbstoffes der Stilbenreihe.

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CH272833A
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  <B>Verfahren zur Herstellung eines kupferhaltigen Farbstoffes der</B>     Stilbenreihe.       Es wurde gefunden, dass man zu einem  wertvollen kupferhaltigen Farbstoff der     Stil-          benreihe    gelangt, wenn man auf den durch  Kondensation von 1     Mol        4,4'-Dinitrostilben-          2,2'-disulfonsäure    mit 2     Mol    des     Aminoazo-          farbstoffes    der     Formel     
EMI0001.0011     
    erhältlichen     Stilbenazofarbstoff        unter    solchen  Bedingungen kupferabgebende Mittel einwir  ken lässt,

   dass eine     Aufspaltung    der     Methoxy-          nrllppen        unter    Bildung     des        Bis-o,o'- < lioxyazo-          kupferkomplexes    erfolgt.  



  Der     neue    Farbstoff bildet ein dunkles Pul  ver, das sieh in Wasser mit violetter Farbe  löst und     Baumwolle    in wasch- und     lieliteehten     braunvioletten Tönen färbt.  



  Der     Aminoazofarbstoff    der     obenstehenden     Formel kann erhalten werden durch Kupp  lung von     diazotiertein        2-(3'-Amino-4'-oxyphe-          nyl)-benzimidazol    mit. 1     Amino-3-niethoxyben-          zol    in schwach saurem Medium. Das     '-1-(3'-          Amino-4'-oxyphenyl)-benziniidazol.    kann wie  folgt hergestellt werden:    54 Teile     1,2-Diaminobenzol    werden in  500     Volumteilen    Chlorbenzol unter Zusatz von  120     Volumteilen        Pyridin    gelöst.

   Bei<B>600</B> trägt  man unter Rühren     portionenweise    101 Teile       3-Nitro-4-oxy-l-benzoesäurechlorid    ein. Nun  wird das Gemisch zum Sieden erhitzt und zwei  Munden bei Siedetemperatur gehalten. An  schliessend destilliert man das Chlorbenzol  und das     Pyridin    mit Wasserdampf ab. Durch       Ansäuern    des     Destillationsrückstandes    wird  das entstandene     2-(3'-Nitro-4'-oxyphenyl)-          benzimidazol    in gut     filtrierbarer    Form abge  schieden.

   Im so erhaltenen Produkt wird bei  spielsweise durch     katalytische    Reduktion mit       Nickel-Katalysator    in     wässerig-alkoholischer     Suspension die     Nitrogruppe    zur     Aminogruppe     reduziert.  



  Die Kondensation der     4,4'-Dinitrostilben-          2,2'-disulfonsäure    mit dem     Aminoazofarbstoff     wird zweckmässig in wässerigem Medium und  in Gegenwart von     Alkalihydroxyd    durchge  führt.

   Gute Ergebnisse werden beispielsweise  erhalten, wenn man die miteinander umzuset  zenden Stoffe in verdünnter, zum Beispiel       \_'-    bis 8      /o        iger        Alkalihydroxydlösung    während  längerer Zeit, zum Beispiel 5 bis 20 Stunden,  bei erhöhter Temperatur, zum Beispiel in offe  nem Gefäss bei Siedetemperatur des Reaktions  gemisches und unter     R.ückflusskühlung    oder  bei noch höherer Temperatur und unter Druck  aufeinander einwirken lässt.  



  Als kupferabgebende Mittel kommen beim  vorliegenden Verfahren zum Beispiel Salze  des ein- oder     zweiwertigen    Kupfers, wie Kup-           fer(I)chlorid    oder     Kupfer(II)sulfat    in Be  tracht, ferner Verbindungen, die Kupfer in  komplexer Bindung , enthalten.

   Insbesondere       sind    für diesen Zweck     Kupferamminkomplexe          ffeeignet,        wie    zum Beispiel die aus Ammoniak,       Alkylaminen,    wie     Äthylamin,        hlorpholin,        Pyr-          idin,        Piperidin    oder     Äthanolaminen    erhält  lichen komplexen Kupferverbindungen.

   Damit  die vollständige Aufspaltung der     Methoxy-          gruppen    unter Bildung des     Bis-o,o'-dioxyazo-          kupferkomplexes    erfolgt, ist es in der Regel  erforderlich, die     Behandlung    mit den kupfer  abgebenden     -Mitteln    bei erhöhter Temperatur,  zum Beispiel bei etwa 900, und während meh  rerer Stunden vorzunehmen. Mit Vorteil     wird     hierbei in wässerigem     Medium    gearbeitet.

   Ge  gebenenfalls kann die Behandlung mit kup  ferabgebenden Mitteln in Gegenwart geeigne  ter Zusätze erfolgen; als solche seien erwähnt  Basen wie Ammoniak und organische Basen,  beispielsweise ein     überschuss    derjenigen Base,  die bereits im     -Molekül    des gegebenenfalls ver  wendeten     Kupferamminkomplexes    enthalten  ist, ferner andere säurebindende Mittel.  



       Beispiel:     21,1 Teile     2-(3'-Amino-4'-oxyphenyl)-benz-          imidazol    werden in 150 Teilen Wasser unter  Zusatz von 30 Teilen 30     o/oiger    Salzsäure ge  löst, durch Zugabe einer Lösung von 6,9 Tei  len     Natriumnitrit    in 50 Teilen Wasser bei     01)          dianotiert    und .die fertige     Diazoverbindung          abfiltriert.    Zur Kupplung werden 12,

  3 Teile       1-Anüno-3-methoxybenzol    in 100 Teilen 90     0/0-          iger    Essigsäure gelöst und diese Lösung mit  der mit wenig Wasser und Eis wieder     an-          gerührten        Diazoverbindung    vereinigt.     Naeli     mehrstündigem Rühren wird das     Reaktions-          geiniseh    auf<B>500</B> erwärmt,     gegebenenfalls    durch  Zusatz von etwas     Natriumchlorid    der gebil  dete Farbstoff vollständig abgeschieden und       abfiltriert.     



  Dieser     Monoazofarbstoff    wird in einen mit       Rückflusskühler    versehenen und mit 1000 Tei  len Wasser beschickten Rührkolben eingetra  gen und gleichzeitig mit     Natriumhydr        oxy    d  lösung neutralisiert.

   Dann werden 24 Teile       Dinatriumsalz    der 4,4'-Dinitrostilben-2,2'-di-         sulfonsäure        und        100        Teile        30        %        ige        Natrium-          hydroxy        dlösung    zugegeben und das     Reaktions-          ;.emisch    unter Rühren und     Rüekflusskühlung     24 Stunden im Sieden erhalten.  



  Durch Zugabe von     Natriumchlorid    und  Neutralisieren eines Teils des     Alkaliüberschus-          ses    mit Salzsäure kann das gebildete Konden  sationsprodukt aus dem     Reaktionsgemiseh    ab  geschieden werden.  



  Zur Überführung in die komplexe Kupfer  verbindung wird das     abfiltrierte    Kondensa  tionsprodukt in der 7     5fachen    Menge     Wasser          aufgeschlämmt,        40        Teile        25        %        ige        Ammoniak-          lösung    und 40 Teile     Monoäthanolamin    zuge  geben     und    30     Müiuten    bei<B>900</B> verrührt.

   Das  homogene     Gemisch    wird in ein mit     Rückfluss-          kühler        versehenes    Rührgefäss gegeben, 50 Teile  einer     2n-Kupfersulfatlösurig    und 50 Teile       25        %        ige        Arnmoniaklösung        zugesetzt        und     12 Stunden unter Rühren bei 90-950     -erührt.     Die komplexe Kupferverbindung wird dann  durch     Aussahen        abgeschieden,

          abfiltriert    und       getrocknet.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCIi: Verfahren zur Herstellung eines kupfer haltigen Farbstoffes der Stilbenreilie, dadureli gekennzeichnet, dass man auf den durch Kon densation von 1 Mol 4,-4'-I)ixiitrostilben-2,2'-di- sulfonsäure mit 2 Mol des Aminoazofarbstof- fes der Formel EMI0002.0108 erhältlichen Stilbenazofarbstoff unter solchen Bedingungen kupferabgebende Mittel einwir ken lässt,
    dass eine Aufspaltung der Methoxy- gruppen unter Bildung des Bis-o,o'-dioxy azo- kupferkomplexes erfolgt. Der neue Farbstoff bildet. ein dunkles Pul ver, das sich in Wasser mit violetter Farbe löst und Baumwolle in wasch- und lichtechten braunvioletten Tönen färbt.
    UNTERANSPRUCH Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als kupferabgebende Mittel Kupferamminkomplexe verwendet und die Behandlung mit den kupferabgebenden Mitteln bei erhöhter Temperatur und während mehrerer Stunden durchführt.
CH272833D 1949-04-28 1949-04-28 Verfahren zur Herstellung eines kupferhaltigen Farbstoffes der Stilbenreihe. CH272833A (de)

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